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Apples Software-Chef Craig Federighi im Interview zum neuen Sperrbildschirm von iOS 16

Zumindest optisch ist der neue Sperrbildschirm die wohl größte Neuerung in iOS 16. Während Apple das Design seit dem ersten iPhone nur minimal veränderte, lassen sich ab Herbst (neben den eingegangenen Benachrichtigungen) erstmals weitere Informationen auf dem gesperrten Display darstellen als nur die Uhrzeit und das Datum. Definitiv ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn sich viele Nutzer darüber hinaus gewünscht hätten, dass sich auch die beiden Shortcuts für die Kamera und die Taschenlampe mit anderen Aktionen belegen lassen. Vielleicht nächstes Jahr...

Zum Ende der WWDC haben die beiden Apple-Manager Craig Federighi und Alan Dye sich nun noch einmal in einem Interview den Fragen der Kollegen von TechRadar gestellt und sich dabei auch dazu geäußert, warum sich Apple mit iOS 16 dazu entschieden hat, dass Design des Sperrbildschirms zu verändern und konfigurierbar zu machen.

Den Grundstein dazu hatte man bereits mit iOS 14 gelegt, als man erstmals konfigurierbare Widgets auf dem Homescreen des iPhone einführte. Hinzu gesellte sich (die von mir noch nicht ein einziges Mal genutzte) App Library, die es den Nutzern gestattet, Apps vom Homescreen zu entfernen, ohne dass man sie hierzu löschen musste. Weiter ging es mit iOS 15 und dem neu eingeführten Fokus-Modus, mit dem man entscheiden konnte, in welchen Situationen man Benachrichtigungen von bestimmten Apps erhalten wollte und wann nicht. iOS 16 ist nun der nächste Schritt eines offenbar länger angelegten Plans. So erklärt Federighi:

"We saw a real opportunity to take that area that really has evolved slowly over time but has never seen this kind of massive step forward, and to do something really big — but something very Apple and very personal. So, this is an act of love this year."

Alan Dye ergänzt, dass man das iPhone mit dem Schritt noch persönlicher für den jeweiligen Nutzer machen wollte, da der Sperrbildschirm quasi das Aushängeschild des iPhone sei. Dies treffe gerade auch auf die große, oben in der Mitte dargestellte Uhr. Aus diesem Grunde habe man sich auch dagegen entschieden, den Sperrbildschirm komplett über den Haufen zu werfen und stattdessen verschiedene Varianten der hauseigenen San Francisco Schriftart anzubieten.

Ein neues Element, welches es in die finale Version von iOS 16 geschafft hat, sind hingegen Porträtfotos mit Tiefeneffekt. Hierdurch ist es möglich, dass ein im Vordergrund des Hintergrundbild befindliches Objekt die Uhrzeitn zeilweise verdeckt. Auf diese Weise wird der Tiefeneffekt auf dem Sperrbildschirm noch deutlicher. Ein Designelement übrigens, welches sich Apple für das iPhone von seiner Apple Watch abgeschaut hat. Bei der Entscheidung, welche Objekte die Uhrzeit überlagern dürfen, bringt Apple Maschinenlernen zum Einsatz.

In dem Interview werden auch noch weitere Aspekte über den Sperrbildschirm hinaus diskutiert und ist somit definitiv einen Abstecher zu den Kollegen von TechRadar wert.

 

Neues 12,9" und 11" iPad Pro dürften noch im Herbst 2022 erscheinen

Vergangene Woche gab es erstmals konkrete Gerüchte, wonach Apple Anfang kommenden Jahres ein neues iPad Pro mit einer Displaydiagonalen von 14,1", ProMotion und mini-LED Technologie auf den Markt bringen könnte. Dies bedeutet aber offenbar nicht, dass dieses Jahr nicht mehr mit neuen iPad Pro gerechnet werden kann. Dem Bloomberg-Kollegen Mark Gurman zufolge sind nämlich im Herbst durchaus neue Generationen des 12,9" und 11" iPad Pro zu erwarten. In der aktuellen Ausgabe seines Power-On Newsletters berichtet Gurman, dass die neuen Geräte im September oder Oktober erscheinen, über einen M2-Chip verfügen, kabelloses Laden unterstützen und Verbesserungen bei der Kamera mitbringen würden. Allerdings wird auch weiterhin nicht damit gerechnet, dass Apple die miniLED-Technologie vom 12,9" iPad Pro auf das 11"-Modell bringen wird.

Nach der Vorstellung der ersten M2-Macs und den Multitasking-Neuerungen in iPadOS 16 (Stichwort: Stage Manager) macht es für Apple durchaus Sinn, im selben Zeitfenster wie der Veröffentlichung von iPadOS 16 auch neue iPad Pro auf den Markt zu bringen. Sicherlich wird sich der eine oder andere Besitzer eines iPads, welches nicht den Stage Manager unterstützt im Herbst animiert fühlen, auf ein neues Gerät upzugraden. Bei mir jedenfalls wird es so geschehen.

Apple TV+ entwickelt und produziert künftig Sportfilme gemeinsam mit Nike

Apple TV+ hat definitiv den Sport für sich entdeckt. Zwar wartet man nach wie vor auf die Verkündung eines Deals, der das "Sunday Ticket" der NFL auf Apples Streamingdienst bringt. Durch "MLB Friday Night Baseball", Ted Lasso und verschiedene Sport-Dokumentationen ist eine gewisse Richtung jedoch bereits zu erkennen. Nun berichten die Kollegen von Deadline, dass Apple einen mehrjährigen First-Look-Deal mit Waffle Iron Entertainment, dem Produktionsstudio des US-amerikanischen Sportartikel-Herstellers Nike geschlossen habe, in dessen Rahmen Sportfilme entwickelt und gemeinsam mit den Produzenten von Makeready umgesetzt werden sollen.

Eine Kooperation der beiden Unternehmen kommt dabei nicht unbedingt überraschend. Bereits seit längerer Zeit gibt es eine Nike-Edition der Apple Watch und Apple CEO Tim Cook sitzt seit 2005 im Nike Aufsichtsrat und ist seit 2016 der Lead Independent Director des Gremiums.

Was ist eigentlich aus den App Clips geworden?

Erinnert sich eigentlich noch jemand an die "App Clips"? Mit iOS 14 hatte Apple diese Möglichkeit für Entwickler eingeführt, eine App-Funktionalität zur Verfügung zu stellen, ohne dass hier die App auf dem iPhone installiert sein muss. Der benötigte Code wird einfach ad hoc heruntergeladen und ausgeführt. So wirklich abgehoben hat diese Idee seit ihrer Einführung allerdings nicht. Zwar hat Apple sie immer mal wieder auch selber versucht zu pushen, etwa indem man sie über einen auf die Verpackungen von Armbändern für die Apple Watch aufgedruckten QR-Code positionierte. Wirkliche Verbreitung fanden die App Clips bislang aber nicht.

Ohne es an die große Glocke zu hängen, wird man mit iOS 16 allerdings eine Anpassung einführen und die bislang bestehende Größenbeschränkung für App Clips von 10 MB auf 15 MB anheben, in der Hoffnung, dass sich dadurch vielleicht doch der eine oder andere Entwickler mehr dazu veranlasst sieht, auf den Zug aufzuspringen. So argumentiert Wiley Hodges, Apples Director of Product Management and Marketing in einem Interview mit den Kollegen vom Apfelfunk Podcast, dass Entwickler durch die hinzugekommenen 5 MB die Chance haben, zusätzliche Frameworks in die App Clips zu integrieren, die sie bislang wegen der Größenbeschränkung nicht nutzen konnten.

Auch auf die Frage nach der noch geringen Verbreitung ging der Manager ein und äußerte die Hoffnung, dass sich dies künftig nicht nur wegen der veränderten Größebeschränkung ändern wird. Auch die voranschreitende Verfügbarkeit von 5G-Netzen spiele dabei eine große Rolle. Zudem kam Apple beim Rollout der App Clips laut Hodges Aussage auch die Corona-Pandemie in die Quere. Demnach sind in den vergangenen zwei Jahren viele Menschen vor allem zu Hause geblieben und haben andere Nutzungspräferenzen gehabt als die App Clips. Die Chancen stünden nach Ansicht Apples jedoch gut, dass sich dies nun ändern werde.

Das gesamte, nachfolgend eingebettete Interview behandelt neben den App Clips auch noch verschiedene andere (WWDC-)Themen und ist durchaus einen Blick werden.



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Gemunkeltes 12" MacBook soll angeblich ein MacBook Pro werden

Ende der Woche kamen Gerüchte auf, wonach Apple neben einem 15" MacBook Air auch ein neues 12" MacBook planen soll, bei dem unklar war, in welche Produktfamilie sich dieses einsortieren würde. Nun hat der Leaker "Majin Bu" zu dem Thema nachgelegt und vermeldet, dass es sich bei dem Gerät um ein 12" MacBook pro handeln soll, das mit einem M2 Pro und einem M2 Max erhältlich sein wird. Ob sich dies so manifestieren wird, muss allerdings abgewartet werden. Der Bloomberg-Kollege Mark Gurman hatte zunächst berichtet, dass das Gerät Ende 2023 oder Anfang 2024 erscheinen soll. Ob die M2-Chipfamilie dann noch State-of-the-Art bei einem MacBook Pro ist, erscheint zumindest fraglich. Gleiches gilt aus meiner Sicht auch für die Bauform. So sollte ein 12" MacBook ultraportabel sein, was in Sachen Bauform wohl eher auf ein MacBook Air als auf ein MacBook Pro zutreffen würde. Insofern würde ich die Meldung des Leakers mit einer gehörigen Portion Skepsis sehen.

Apple erklärt, warum "Stage Manager" aus iPadOS 16 nur auf M1 iPads zur Verfügung steht

Eine der prominentesten Neuerungen in iPadOS 16 ist sicherlich der Stage Manager, mit dem Apple das Multitasking auf dem iPad auf die nächste Stufe heben möchte. Allerdings steht die Funktion ausschließlich auf iPads mit einem M1-Chip zur Verfügung, was dem Unternehmen auch schon jede Menge Kritik einbrachte. Nun hat sich Apple gegenüber dem Kollegen Rene Ritchie noch einmal zu dem Thema geäußert und klargestellt, warum es diese Einschränkung gibt. Konkret lassen sich mit Stage Manager die Fenstern von bis zu vier Apps gleichzeitig auf dem iPad anzeigen und noch einmal bis zu vier weitere auf einem verbundenen externen Display.

In dem Statement erklärt Apple nun, dass diese Funktion eine ganze Menge Arbeitsspeicher, schnellen Massenspeicher und flexible Ein- und Ausgaben auf dem externen Displays benötigt, was ausschließlich mit den iPads mit M1-Chip umsetzbar war. So verfügt das M1 iPad Pro beispielsweise über bis zu 16 GB RAM, während seine Vorgängergeneration lediglich 6 GB besaß. Zudem ist der im M1 iPad Pro verbaute Massenspeicher doppelt so schnell wie der im Vorgänger.

Bei allem Gegenwind für die eingeschränkte Unterstützung von Stage Manager darf man natürlich nicht vergessen, dass iPadOS 16 auch auf weiteren unterstützten iPads installiert und genutzt werden kann - in diesem Falle dann eben ohne den Stage Manager.

Apple kündigt weitere In-App Maßnahmen für Dating-Apps in den Niederlanden an

Wie inzwischen wohl hinlänglich bekannt, steht Apple schon seit einiger Zeit mit der niederländischen Authority for Consumers and Markets (ACM) wegen der Neuregelung für Dating-Apps im AppStore im Clinch. Konkret hatte die ACM angeordnet, dass Apple speziell für diese Art von Apps alternative Bezahlmethoden für In-App Inhalte zulassen müsse. Dieser Anordnung ist man in Cupertino einigermaßen halbherzig nachgekommen und hatte dabei unter anderem erklärt, dass man dennoch 27% der In-App Umsätze für sich beanspruche und verlangt, dass die Entwickler der betroffenen Apps eine Version speziell für den niederländischen Markt veröffentlichen müssen. Hiermit war die ACM allerdings alles andere als einverstanden und verhängte Strafzahlungen in Höhe von insgesamt 50 Millionen Euro für Apple.

Zwar hatte Apple seither Nachbesserungen angekündigt und diese auch mit iOS 15.5 wohl umgesetzt, allerdings waren die niederländischen Behörden hiermit nach wie vor nicht zufrieden. So hatte die ACM Apples Maßnahme, nun doch keine speziellen Binaries für die Dating-Apps im niederländischen AppStore zu verlangen begrüßt, allerdings würde das Unternehmen hiermit nach wie vor nicht komplett den niederländischen und europäischen Bestimmungen entsprechen.

Nun hat Apple erneut nachgebessert und weitere Anpassungen angekündigt. Nach "konstruktiven Gesprächen mit der ACM" gelten künftig die folgenden Neuerungen für Dating-Apps im niederländischen AppStore:

  • Entwickler von Dating-Apps in den Niederlanden können künftig Gebrauch vom jüngst eingeführten StoreKit External Purchase Entitlement, dem StoreKit External Purchase Link Entitlement oder beidem machen. Hierdurch können Abonnements auch außerhalb der Apps abgeschlossen und direkt verlinkt werden.
  • Die Kriterien für die Zahlungsabwicklung von extern bezahlten Abos wurden angepasst..
  • Weiterhin gilt eine Abgabe von 27% auf In-App Umsätze für Entwickler mit mehr als einer Million Dollar Umsatz im Jahr; Entwickler unter dieser Grenze müssen künftig 12% abgeben.
  • Eine um die Hälfte reduzierte Abgabe auf die Umsätze nach einem Jahr gilt auch für extern abgeschlossene Abonnements.

Apple gibt allerdings nach wie vor zu Protokoll, dass man der Meinung sei, dass diese Anpassungen nicht im besten Interesse der Nutzer sein. Aus diesem Grund wird man auch weiterhin gegen die Anordnungen der ACM vorgehen.

Apple plant offenbar 15" MacBook Air und neues 12" MacBook

Neben dem bereits vorhin vermeldeten iPad Pro mit 14,1" Display soll auch ein weiteres Gerät einen großen Bruder bekommen. Die Rede ist vom MacBook Air, welches aktuell ausschließlich in einer 13"-Variante (genau genommen sind es 13,6") erhältlich ist. Einem aktuellen Bericht von Bloomberg zufolge soll sich allerdings im kommenden Frühjahr ein 15"-Modell des MacBook Air hinzu gesellen. Dies wäre dann das größte MacBook Air, das Apple je auf den Markt gebracht hat. Passen würde dies indes, speziell mit Blick auf das neue Design des gerade erst vorgestellten Modells. Dieses lässt sich sicherlich einfacher skalieren als das vorher verwendete, nach vorne hin schmaler zulaufende Design.

Dass es nicht nur größer geht, soll Apple dann allerdings auch gleich beweisen. So wird in demselben Bericht auch von einem neuen 12" MacBook gesprochen, dessen genaue Bezeichnung derzeit allerdings noch nicht feststeht. Denkbar ist, dass Apple hier tatsächlich wieder schlicht auf "MacBook" zurückgreift. Ganz so also, wie das letzte 12"-Modell auch hieß. Als Zeitrahmen für die Markteinführung nennt Bloomberg hier Ende 2023 oder Anfang 2024.

Darüber hinaus sollen sich (wenig überraschend) auch bereits neue Generationen der High-End MacBook Pro Modelle in Arbeit befinden, die dann mit einem M2 Pro bzw. M2 Max Chip ausgestattet sein werden. Denkbar wäre eine Vorstellung gegen Ende des Jahres. Es könnte alleridngs auch erst kommendes Jahr etwas damit werden. Der M2 Max Chip soll dann über eine 12-Kern CPU und eine GPU mit bis zu 38 Kernen verfügen. Im M1 Max verbaut Apple aktuell noch eine 10-Kern CPU und eine 32-Kern GPU.