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Apple veröffentlicht neue Betas von iOS/iPadOS 15.6, macOS 12.5, watchOS 8.7 und tvOS 15.6

Nach dem Update ist vor dem Update. Ihr kennt diesen Satz inzwischen vermutlich zu Genüge. Und eigentlich hätte ich nicht damit gerechnet, dass ich diesen Satz im Zusammenhang mit iOS 15 und Co. noch einmal verwenden würde. Aber denkste. Seit dem heutigen Abend steht nämlich inzwischen schon die jeweils dritte Vorabversion von iOS/iPadOS 15.6, macOS Monterey 12.5, watchOS 8.7 und tvOS 15.6 für registrierte Entwickler zum Download bereit. Noch ist unklar, welche Neuerungen sich in den kommenden Updates verbergen. Ebenso steht noch nicht fest, wann mit den finalen Versionen zu rechnen ist. Es dürfte sich aber mutmaßlich um die letzte große Aktualisierung der aktuellen Betriebssystemversionen handeln.

EU diskutiert über mögliche "Daten-Maut" für große US-Internetkonzerne

Ende April hatte die Bundesnetzagentur die künftige Vermarktung der Zero-Rating-Optionen "StreamOn" (Telekom) und "Vodafone Pass" (Vodafone) verboten, da die beiden Angebote der Netzneutralität widersprechen. Beide Netzbetreiber reagierten hierauf zwar mit Bedauern, werden künftig aber stattdessen das Inklusivvolumen ihrer Mobilfunkverträge erhöhen, um den wachsenden Detanbedarf der Nutzer auch nach dem Wegfall der Optionen bedienen zu können. Und dieser ist gewaltig, was nicht zuletzt an den immer beliebter werdenden Streamingangeboten von Netflix, Spotify, YouTube und Co. liegt. Kein Wunder also, dass die Netzbetreiber schon länger nach Mitteln und Wegen suchen, wie sie an den durch die US-Anbieter generierten Datenströmen mitverdienen können.

Nun kommt langsam Bewegung in die Sache. Wie das Handelsblatt berichtet, gibt es in der EU-Kommission inzwischen Überlegungen in Richtung einer sogenannten "Daten-Maut", mit der man die Dienstanbieter mit dem höchsten Datenaufkommen künftig zur Kasse bitten möchte. Allein deren Datenverkehr soll die hiesigen Netzbetreiber im Jahr 36 bis 40 Milliarden Euro kosten.

Spannend wird das weitere Vorgehen in Sachen "Daten-Maut" so oder so. Einerseits dürften die US-Konzerne sicherlich sämtliche Hebel in Bewegung setzen, um die Maut nicht entrichten zu müssen, andererseits würde wohl gerade auch die Einführung einer solchen Maut ihrerseits einen Verstoß gegen die von der EU propagierte Netzneutralität bedeuten.

Apple Music und Apple Arcade sollen bis 2025 auf einen Umsatz von 8,2 Milliarden Dollar kommen

Apples Dienstesparte war in den vergangenen Jahren der am stärksten wachsende Unternehmenszweig. Und es scheint an dieser Stelle auch kein Ende in Sicht. So erwarten der Analyst Samik Chatterjee von JP Morgan (via Reuters), dass der Umsatz, den Apple allein mit seinen beiden Diensten Apple Music und Apple Arcade bis zum Jahr 2025 macht um 36% auf dann 8,2 Milliarden US-Dollar im Jahr steigen wird. Die gemeinsame Nutzerbasis der beiden Dienste dürfte im selben Zeitraum auf 180 Million ansteigen, wobei Chatterjee 110 Millionen zahlende Nutzer für Apple Music und 70 Millionen für Apple Arcade erwartet.

Apple selbst äußert sich traditionell nicht oder nur sehr selten zu den einzelnen Nutzerzahlen. Seit seinem Start im Jahr 2015 hat sich Apple Music inzwischen aber zum zweitgrößten Musikstreaming-Dienst der Welt gemausert, liegt dabei aber wohl nach wie vor deutlich hinter dem Platzhirschen Spotify. Der Anteil von Apple Music? am genannten Umsatzb im Jahr 2025 soll 7 Milliarden Dollar betragen, während Apple Arcade 1,2 Milliarden beisteuern soll.

Neues 13" MacBook Pro mit M2-Chip lässt sich ab kommendem Freitag vorbestellen

Per Pressemitteilung hat Apple heute angekündigt, dass sich das neue, auf der WWDC-Keynote vergangene Woche vorgestellte 13" MacBook Pro mit M2-Chip ab kommendem Freitag, den 17. Juni ab 14:00 Uhr über den Apple Online Store wird vorbestellen lassen. Ausgeliefert an die Frühbesteller und verfügbar sein für den Direktkauf wird es dann eine Woche später, ab dem 24. Juni. Die Ankündigung kommt ein wenig überraschend, da Apple ursprünglich angekündigt hatte, dass das Gerät erst ab Juli verfügbar sein würde. Man liegt also trotz Corona-Lockdowns in China und weltweiter Chipkrise ausnahmsweise mal vor dem ursprünglichen Zeitplan.

Beim Design gibt es keine Veränderungen gegenüber der Vorgängergeneration und auch die Touch Bar bleibt bei dem 13" MacBook Pro vorhanden. Die einzig nennenswerte Neuerung ist also in der Tat der erstmals verbaute M2-Chip. Dieser kann auch erstmals mit bis zu 24 GB Arbeitsspeicher konfiguriert werden. Bislang waren hier 16 GB das Maximum. Preislich beginnt das Gerät bei € 1.599,-.

Zur Verfügbarkeit des neuen, ebenfalls mit dem M2-Chip ausgestatteten MacBook Air hat sich Apple noch nicht geäußert. Hier heißt es auf der Webseite nach wie vor "nächsten Monat erhältlich".

Bundeskartellamt ermittelt gegen Apple wegen der Umsetzung der App Tracking Transparency

Der jusristische Gegenwind für Apple wird nicht weniger. Ganz im Gegenteil. Nun hat auch das Bundeskartellamt Ermittlungen gegen Apple aufgenommen, wie es heute in einer Pressemitteilung bekanntgab. Demnach richtet sich die Untersuchung gegen die mit iOS 14.5 eingeführte "App Tracking Transparency" (ATT). Während diese von den meisten Nutzern und Datenschützern mit wohlwollen aufgenommen wurde, gibt es Vorwürfe, dass sich die ATT ausschließlich gegen Drittanbieter, nicht jedoch gegen Apples hauseigene Apps richte. Der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, wird hierzu mit den folgenden Worten zitiert:

Wir begrüßen datenschonende Geschäftsmodelle, die den Nutzerinnen und Nutzern Wahlmöglichkeiten über die Verwendung ihrer Daten einräumen. Ein Konzern wie Apple, der die Regeln in seinem Ökosystem und speziell im App Store einseitig festlegen kann, sollte diese aber wettbewerbskonform gestalten. Daran bestehen begründete Zweifel, wenn Apple Regeln für Dritte festlegt, die aber ausgerechnet für Apple nicht gelten sollen. Damit könnte Apple eigene Angebote bevorzugen oder andere Unternehmen behindern.

Unser Verfahren stützt sich maßgeblich auf die neuen Befugnisse, die wir im Rahmen einer verschärften Missbrauchsaufsicht über große Digitalkonzerne im letzten Jahr erhalten haben (§ 19a GWB). Es reiht sich ein in Verfahren, die wir auf dieser Basis gegen Google / Alphabet, Meta / Facebook und Amazon führen oder bereits abgeschlossen haben.

Grundsätzlich kann man der Argumentation folgen, schließlich wurde zumindest mir noch nie eine ATT-Abfrage beim Start einer Apple-App präsentiert.

Erste Staffel der Apple TV+ Hitserie "For All Mankind" kurzzeitig ohne Abonnement abrufbar

Der Blick auf das heutige Fernsehprogramm verrät: Auf Kabel 1 läuft um 20:15 mal wieder "Jäger des verlorenen Schatzes", womit mein Abendprogramm feststeht. Für all diejenigen, bei denen die Entscheidung damit noch nicht gefallen ist, hier ein schneller Tipp. Aktuell lässt sich auf Apple TV+ die erste Staffel der Hitserie "For All Mankind" auch ohne aktives Abonnement, also quasi kostenlos nutzen. Dies hatte Apple selbst am Wochenende über seinen Twitter-Account angekündigt und steht ohne Zweifel im Zusammenhang mit dem Start der dritten Staffel am vergangenen Freitag. "For All Mankind" gehört definitiv zu den Highlights auf Apple TV+ und sei all denjenigen wärmstens ans Herz gelegt, die in die Serie bislang noch nicht hineingeschaut haben.

PACMAN Attack: Sicherheitslücke betrifft Apple Silicon Prozessoren

Über das Wochenende wurde eine neue Sicherheitslücke bekannt, die Prozessoren auf Basis der ARM-Architektur betrifft. Die unter dem Namen PACMAN (via Macworld) firmierende Lücke wurde von Sicherheitsforschern des Massachusetts Institute of Technology (MIT) entdeckt und hängt mit dem Sicherheitsmechanismus "Pointer Authentication" der Prozessoren zusammen. Dieser soll eigentlich dazu dienen, Angriffe von einem Hacker auf den Rest des Systems abzufangen, der sich bereits unrechtmäßigen Zugriff auf den Arbeitsspeicher verschafft hat. Allerdings kann man die "Pointer Authentication" offenbar durch einen hardwareseitigen Brute-Force-Angriff aushebeln. Da hiervon nicht bestimmte Prozessoren, sondern die ARM-Architektur als solche betroffen ist, sind auch Apples M1 und M2 Prozessoren gegen die Lücke anfällig.

Den Sicherheitsforschern des MIT zufolge ist es allerdings nach wie vor unklar, ob die Schwachstelle bereits aktiv ausgenutzt wurde. Fest steht in jedem Fall, dass die Lücke nicht softwareseitig behoben werden kann, da sie wie erwähnt direkt mit der Prozessor-Architektur zusammenhängt. Allerdings geben die Forscher auch ein Stück weit Entwarnung. Zwar kann man die Lücke ausnutzen, allerdings gibt es auch noch weitere, höher gelagerte Sicherheitsmechanismen, die Entwickler umsetzen sollten, damit die "Pointer Authentication" nicht als quasi letzte Verteidigungslinie überhaupt erst zum Einsatz kommen muss.

Das Forscherteam hat Apple über die Entdeckung bereits informiert und agekündigt, weitere Details auf dem International Symposium on Computer Architecture am 18. Juni bekannt zu geben. Bis dahin können alle aktuell bekannten Informationen auf der ins Leben gerufenen PACMAN-Webseite eingesehen werden. Apple hat sich bislang noch nicht zu dem Thema geäußert.

Neue Gerüchte zu Apples Mixed Reality Headset und Augmented Reality Brille

Kurz vor der WWDC haben die Meldungen in Sachen Apples Mixed-Reality Headset wieder ein wenig Fahrt aufgenommen. Vorgestellt wurde es letztlich dann aber doch nicht. Nun erwarten die meisten Beobachter die Präsentation im kommenden Jahr. Parallel wurde allerdings beinahe seit Beginn der Gerüchte auch berichtet, dass Apple parallel an einer Augmented Reality Brille arbeiten würde, die etwa ein Jahr nach dem Headset auf den Markt kommen sollte und sich eher an den Consumer-Markt richtet. Hierzu hat sich nun der Haitong Intl Tech Research Analyst Jeff Pu zu Wort gemeldet und verkündet, dass die Brille Ende 2024 auf den Markt kommen soll (via 9to5Mac).

Viel ist indes nach wie vor nicht zu der Brille bekannt. Anders als das wohl größtenteils autark arbeitende Mixed-Reality Headset wird die Brille in ihren ersten Generationen aber wohl stark an das iPhone gebunden sein. Dies betrifft vor allem die Rechenpower, die hauptsächlich vom iPhone stammen soll. Insofern dient die Brille wohl eher als verlängerter Arm oder besser gesagt als verlängertes Display für das iPhone. Ganz ahnlich also, wie dies auch zunächst bei der Apple Watch der Fall gewesen ist.

Unterdessen berichtet Pus bekannter Kollege Ming-Chi Kuo, dass eines der Highlights des kommenden Jahr erwarteten Mixed-Reality Headset ein nahtloses wechseln zwischen Augmented und Virtual Reality sein wird. Laut Kuo könnten die meisten Interessenten für das Produkt etwas mit Augmented und Virtual Reality anfangen, sich aber nicht vorstellen, was für Möglichkeiten durch einen nahtlosen Wechsel zwischen den beiden Technologien entstehen würden. In Sachen Marktstart fasst Kuo das zweite Quartal des kommenden Jahres ins Auge. Erst kürzlich hatte der Analyst berichtet, dass es hierfür ein Event im Januar geben soll und Apple die Zeit bis zur Markteinführung nutzen wird, um den Entwicklern Zeit zu geben, Apps für das Headset zu entwickeln.