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Apple veröffentlicht macOS Big Sur 11.2.1

Vor allem Besitzer eines MacBook Pro, die bereits mit macOS Big Sur unterwegs sind (aber natürlich auch alle anderen Nutzer), sollten heute Abend mal einen Blick in die Softwareaktualisierung werfen. Dort findet man nämlich seit kurzer Zeit ein Update auf macOS Big Sur 11.2.1. Dieses kommt etwa eine Woche nach der Veröffentlichung der finalen Version von macOS 11.2 und kümmert sich den Releasenotes zufolge in erster Linie um die Beseitigung eines Problems, durch das der Akku einiger MacBook Pro Modelle aus den Jahren 2016 und 2017 unter bestimmten Umständen nicht korrekt geladen wurde. Wie gewohnt steht das Update auf unterstützten Macs im Bereich "Softwareupdate" in den Systemeinstellungen zur Verfügung.

macOS Big Sur Update kann bei zu wenig Speicherplatz zu Datenverlust führen

macOS Big Sur ist inzwischen schon einige Wochen verfügbar und hat auch bereits zwei größere Updates erhalten, so dass wir inzwischen bei Version 11.2 stehen. Dennoch tauchen erst jetzt Meldungen auf, wonach es zu Problemen beim Update auf macOS Big Sur kommen kann, wenn auf der genutzten Festplatte oder SSD nicht ausreichend Speicherplatz vorhanden ist. So berichtet Mr. Macintosh aktuell, dass das Installationsprogramm von macOS 11 vor dem Beginn des Updates offenbar keine Prüfung vornimmt, ob der zur Verfügung stehende Speicherplatz hierfür auch tatsächlich ausreicht. Im schlimmsten Fall kann dies dazu führen, dass das Update nicht gelingt und es zu einem Datenverlust kommt.

Die Kollegen berichten, dass man für die Installation von macOS Bis Sur mindestens 35,5 GB an freiem Speicherplatz benötigt. Hinzu gesellen sich noch einmal 13 GB für den Download des Installationsprogramms selbst. Da jedoch vor dem Beginn der Installation nicht überprüft wird, ob der Speicherplatz für das Update überhaupt ausreicht, kann man in einen Fehler und damit einen Abbruch der Installation laufen, sollte dies nicht der Fall sein. Eine Beschädigung von auf der Platte gespeicherten Daten ist die Folge.

Noch dramatischer ist es bei Nutzern eines Macs mit einen T2 Sicherheits-Chip und einer aktivierten FileVault 2 Verschlüsselung. Ist dies gegeben, kann man nicht mal das Administratorkennwort nutzen, um den Mac über den Wiederherstellungsmodus wiederzubeleben. Wie die Kollegen von Mr. Macintosh berichten, besteht das Problem auch noch in der aktuellen ersten Beta von macOS 11.3. Bleibt zu hoffen, dass Apple hier kurzfristig eine entsprechende Prüfung einbaut.

Intel versucht die eigenen Chips mit "M1-unfreundlichen" Benchmarks besser darzustellen als Apples

Man dürfte beim bisherigen Prozessor-Platzhirsch Intel einigermaßen dicke Backen gemacht haben, als Apple seine ersten M1-Macs, also die ersten Macs mit Apple Silicon Prozessoren vorstellte. Bei so gut wie allen relevanten Leistungsmerkmalen stellten die auf der ARM-Plattform basierenden Apple-Chips die Intel-Konkurrenz in den Schatten. Knapp drei Monate später versucht sich Intel nun mit fragwürdigen Mitteln wieder in ein besseres Licht zu rücken. So veröffentlichten die Kollegen von PCWorld eine Reihe von Präsentationsfolien von Intel, auf denen man "carefully crafted" Benchmarks präsentiert, mit denen man versucht, die aktuelle 11. Generation seiner Core-Prozessoren besser darzustellen als den M1-Chip.

Beispielsweise erklärt Intel, dass der Export einer PowerPoint Präsentation ins PDF-Format auf einem Windows-Laptop mit einem Core i7-Prozessor der 11. Generation und 16 GB RAM 2,3x schneller geschehen würde, als auf einem 13" MacBook Pro mit M1-Prozessor und 16 GB RAM. Als weiteres Beispiel führt Intel die Fotosoftware Gigapixel AI ins Feld, die mit einem Intel-Chip auf denselben Maschinen bis zu 6x schneller arbeiten soll als mit einem Apple Silicon Prozessor. Zudem sei der M1-Chip von Apple laut Intel inkompatibel mit einer ganzen Reihe Spielen wie Gear Tactics, Hitman 2 und vielen mehr.

Auch in Sachen Akkulaufzeit sieht man sich selbst besser aufgestellt als Apples M1-Chip. So sollen ein M1 MacBook Air und das Acer Swift 5 mit einem Core i7 Chip der 11. Generation auf dieseben 10 Stunden Akkulaufzeit kommen, wenn man Netflix streamt und nebenbei noch weitere Browser-Tabs geöffnet hat. Interessant ist hier vor allem, dass man beim Leistungstest ein MacBook Pro ins Feld führt, beim Akkutest aber dann ein MacBook Air und in beiden Fällen unterschiedliche Core i7 Chips verwendet wurden.

Die Kollegen von Six Colors haben sich die Vergleiche einmal ein wenig genauer angeschaut und dabei festgestellt, dass Intel ausschließlich "M1-unfreundliche" Benchmarks präsentiert:

"Inconsistent test platforms, shifting arguments, omitted data, and the not-so-faint whiff of desperation. Today's M1 processor is a low-end chip for low-end systems, so Intel only has a small window to compare itself favorably to these systems before higher-end Apple silicon Macs ship and make its job that much harder."

Unter anderem nutzt die angesprochene Fotosoftware Gigapixel AI die in den Intel-Prozessoren verbaute Hardware-Beschleunigung. Allerdings sollte man bei all dem nicht vergessen, dass Hersteller-Benchmarks selbstverständlich immer versuchen, das eigene Produkt besonders gut dastehen zu lassen, wie auch die Kollegen von Tom's Hardware noch einmal bemerken.

Nach Kritik: Apple erhöht den Gutschein für die Rückgabe des Apple Silicon "Developer Transition Kit"

Mitte der zurückliegenden Woche hatte Apple damit begonnen, die im Zuge der Vorbereitung auf die Umstellung des Macs auf Apple Silicon an verschiedene Entwickler ausgegebenen "Developer Transition Kit" zurückzufordern. Apple hatte diese Kits, bestehend aus einem Mac mini mit einem A12Z Bionic Chip, 16 GB Arbeitsspeicher, einer 512 GB SSD, zwei USB-C Ports, zwei USB-A Ports und einem HDMI 2.0 Anschluss, den Entwicklern im Anschluss an die WWDC zur Verfügung gestellt, damit sie ihre Apps frühzeitig an die neue Plattform anpassen konnten. Schon damals erklärte Apple allerdings, dass diese DTKs nur geliehen seien und man sie später zurückverlangen werde. Zudem mussten die interessierten Entwickler 500,- US-Dollar für den frühzeitigen Zugang zu dem Kit auf den Tisch legen.

Nun hat Apple also damit begonnen, die Developer Transition Kits zurückzufordern und kontaktiert hierzu entsprechend die Entwickler. Dabei stellte man ihnen zunächst einen Gutschein in Höhe von 200,- Dollar zur Verfügung, der beim Kauf eines M1-Macs eingelöst werden kann. Dies sorgte jedoch bei verschiedenen Entwicklern für Unmut, da Apple die Leihgebühr in Höhe von 500,- Dollar mit einem Gutschein von "nur" 200,- Dollar kompensierte, der zudem bis Ende Mai eingelöst werden muss. Vor allem durch letztere Restriktion hätten die Entwickler damit keine Möglichkeit, den Gutschein für die später im Jahr erwarteten neuen Apple Silicon Macs einzulösen.

Nun hat Apple auf die Kritik reagiert und sowohl den Gutschein auf 500,- Dollar angehoben, als auch den Zeitraum für die Einlösung bis Ende des Jahres verlängert, wie aus einer neuen Mail an die betroffenen Entwickler hervorgeht (via MacRumors):

We heard your feedback regarding the 200 USD appreciation credit mentioned in our last email. Our intention was to recognize the tremendous effort that you have put into creating amazing universal apps. By partnering with us early, you showed your commitment to our platform and a willingness to be trailblazers.

So instead of the 200 USD credit that expires in May, we are giving you a 500 USD Apple credit and extending the time you can use it to get a new ?M1? Mac through the end of the year. If you already purchased a new ?M1? Mac, the Apple credit gives you the flexibility to purchase any Apple product to help with your app development work.

We'll share details soon about how to ship the Developer Transition Kit (DTK) back to Apple. Note that the DTK will no longer receive publicly available software updates after macOS Big Sur 11.2. We encourage you to return it as soon as possible so that your development work is not interrupted. And once you return the DTK, you'll receive your Apple credit.

Nach Verkaufsstart der ersten M1 Macs: Apple fordert Developer Transition Kit zurück

Als Apple auf der WWDC im vergangenen Jahr ankündigte, den Mac künftig auf eine eigene Prozessor-Architektur unter dem Oberbegriff "Apple Silicon" umstellen zu wollen, holte man auch direkt die Entwickler ins Boot und stellte ihnen auf Wunsch ein sogenanntes "Developer Transition Kit", bestehend aus einem Mac mini mit einem A12Z Bionic Chip, 16 GB Arbeitsspeicher, einer 512 GB SSD, zwei USB-C Ports, zwei USB-A Ports und einem HDMI 2.0 Anschluss, zur Verfügung, damit sie ihre Apps frühzeitig an die neue Plattform anpassen konnten. Schon damals erklärte Apple allerdings, dass diese DTKs nur geliehen seien und man sie später zurückverlangen werde. Zudem mussten die interessierten Entwickler 500,- US-Dollar für den frühzeitigen Zugang zu dem Kit auf den Tisch legen.

Nun hat Apple damit begonnen, die Developer Transition Kits zurückzufordern und kontaktiert hierzu entsprechend die Entwickler. Dabei stellt man ihnen einen Gutschein in Höhe von 200,- Dollar zur Verfügung, der beim Kauf eines M1? Macs eingelöst werden kann (via MacRumors). Apple schreibt dazu:

Thank you for participating in the Universal App Quick Start Program and your continued commitment to building great apps for Mac. Response to the new Macs has been incredible, and we love the fantastic experiences developers like you have already created for Mac users.

Now that the new MacBook Air, ?Mac mini?, and MacBook Pro powered by ?M1? are available, it'll soon be time to return the Developer Transition Kit (DTK) that was sent to you as part of the program. Please locate the original packaging for use in returning the DTK. We'll email you in a few weeks with instructions for returning the DTK.

In appreciation of your participation in the program and to help with your continued development of Universal apps, you'll receive a one-time use code for 200 USD to use toward the purchase of a Mac with ?M1?, upon confirmed return of the DTK. Until your program membership expires one year after your membership start date, you'll have continued access to other program benefits such as Technical Support incidents and private discussion forums.

Schwere Sicherheitslücke in macOS Big Sur kann root-Level Zugriff ermöglichen

macOS Big Sur 11.2 ist zwar erst wenige Stunden für alle Nutzer erhältlich und hat selbstverständlich auch wieder verschiedene Sicherheitslücken behoben, dennoch ist auch das jüngste Update noch von einer schwerwiegenden Schwachstelle betroffen. Dieses ist nicht macOS-exklusiv, sondern liegt in der zugrundeliegenden UNIX-Basis begründet. Hier ist das Problem bereits seit Ende Januar bekannt, in macOS Big Sur 11.2 allerdings noch nicht behoben, wie das Qualys Security Team nun unter der Kennung "CVE-2021-3156" publik gemacht hat (via ZDNet).

Konkret betroffen ist dabei der "sudo" Befehl, mit dem sich Kommandozeilen-Befehle mit erhöhten Rechten ausführen lassen. Der Bug sorgt genau an dieser Stelle für einen "heap overflow", der dazu führt, dass ein Standard-Benutzer Berechtigungen auf root-Level erlangen kann. Hierdurch können sich dann eben auch Angreifer Zugriff auf das komplette System verschaffen. Erforderlich ist daür das Einschleusen von Malware, um sich überhaupt erstmal Zugriff auf den Rechner zu verschaffen. Ist dies geschehen, kann der Rechner über den sudo-Bug dann anschließend übernommen werden.

Es darf davon ausgegangen werden, dass Apple die Lücke kurzfristig mit einem ergänzenden Update für macOS 11.2 stopfen wird. Das Unternehmen wurde bereits von den Sicherheitsforschern über die Existenz der "CVE-2021-3156" Problematik informiert.

Apple veröffentlicht erste Beta von macOS Big Sur 11.3

Im Nachgang zu den bereits Anfang der Woche veröffentlichten ersten Betaversionen von iOS/iPadOS 14.5, tvOS 14.5 und watchOS 7.4 hat Apple in der vergangenen Nacht nun auch noch die zugehörige erste Beta von macOS Big Sur 11.3 für alle registrierten Entwickler zum Download bereitgestellt. Wie auch schon im Falle von iOS/iPadOS 14.5, sind auch in macOS 11.3 verschiedene durchaus interessante Neuerungen enthalten. Vor allem Safari erhält dabei neue Funktionen. So wird es künftig möglich sein, den Apple-Browser mit Erwiterungennoch weiter zu personalisieren. Von iOS/iPadOS 14.5 übernimmt macOS mit dem nächsten Update die neue Sortierfunktion in der Erinnerungen-App, UI-Änderungen in der Apple News-App, die Einstellungen für Alternativen zu Touch-Eingaben und die Unterstützung der neuesten Xbox- und Playstation-Controller. Für die Musik-App gibt es nun einen neuen Shortcut für den Zugriff auf den "Für dich" Bereich.

Die Kollegen von 9to5Mac entdeckten zudem bereits Codehinweise zu einem Menü, aus dem man künftig Informationen zur Garantie des Macs entnehmen kann und auf die Anti-Tracking-Abfragen, die bereits unter iOS/iPadOS 14.5 für Diskussionen sorgten.

Besitzer von mehreren HomePods dürfen sich mit macOS 11.3 darauf freuen, ihre smarten Apple-Speaker künftig auch als Stereo-Paare für die Soundausgabe zu konfigurieren. Bisher war es zwar schon möglich, zwei oder mehr HomePods in der Musik-App oder per AirPlay im Stereomodus zu nutzen, dies geschah allerdings manuell über die ?AirPlay?-Einstellungen. Mit dem kommenden macOS-Update lässt sich die Stereokonfiguration hingegen dauerhaft hinterlegen, wie die Kollegen von 9to5Mac entdeckten. Allerdings gibt es hier und da offenbar noch Arbeit für Apple zu erledigen, da die Einstellung noch nicht konsequent im ganzen System greift.

Achtung: iPhone-Apps können nach der Synchronisation mit einem M1-Mac nicht mehr starten

Mit den neuen Apple Silicon Prozessoren auf ARM-Basis ist es inzwischen auch möglich, eigentlich für die iOS-Plattform entwickelte Apps auch auf dem Mac auszuführen. Allerdings kann es hierbei offenbar zu Problemen kommen, wie inzwischen verschiedene Nutzer unter anderem in den Apple Support Foren oder auch auf Reddit berichten. So lassen sich die Apps offenbar nicht mehr auf einem iPhon oder iPad starten, wenn man diesen zuvor über den Finder mit einem M1-Mac synchronisiert hat. Dabei taucht keine Fehlermeldung oder ähnliches auf, die Apps starten schlichtweg nicht mehr. Den Berichten zufolge, lassen sich die Apps nach dem Synchronisationsvorgang offenbar auch nicht mehr aktualisieren oder sich neue Apps aus dem AppStore laden.

Ein Nutzer berichtet, dass er in der Lage war, die Apps wieder zum Funktionieren zu bringen, indem er sein iPhone wieder mit einem älteren Mac unter macOS Catalina synchronisiert hatte. Die ursache des Bugs ist allerdings nach wie vor unklar und von Apple gibt es derzeit auch noch keine Aussage. Bleibt zu hoffen, dass man dem Fehler in Cupertino kurzfristig auf die Schliche kommt und ihn per Update behebt. Bis dahin sollten Nutzer mit einem M1-Mac besser vorerst davon absehen, ihr iPhone oder iPad mit diesem Mac zu synchronisieren.