Erst kürzlich hatte ein Bastler einen M1 Mac mini so umgebaut, dass er in einem deutlich kleineren Formfaktor daher kam. Und auch für die nächste Aktualisierung des Geräts gab es bereits Spekulationen, dass Apple das Desgin verändern könnte. Geht es nach dem bekannten Analysten Ming-Chi Kuo, wird dies allerdings wohl doch nicht der Fall sein. Über seinen neuen Twitter-Account verkündet er, dass Apple auch beim nächsten Mac mini auf das nun schon seit 2010 bekannte Unibody-Design aus Aluminium setzen. Erst kürzlich hatte er zudem zu Protokoll gegeben, dass das Gerät wohl nicht vor kommendem Jahr auf den Markt kommen wird. Dann könnten möglicherweise zwei Varianten erscheinen: Eine mit dem kommenden M2 und einem mit dem M2 Pro Chip.
Aktuell gibt es einen ganzen Schwung an Gerüchten aus Fernost, die den Mac thematisieren. Unter anderem berichten auf Basis dieser Gerüchte die Kollegen von 9to5Mac, dass Apple offenbar keine Pläne hat, einen iMac mit einem größeren Display in der näheren Zukunft auf den Markt zu bringen. Zur Erinnerung: Apple hatte unmittelbar nach dem Event am vergangenen Dienstag und der Vorstellung des Mac Studio samt 27" großem, externen Studio Display den 27" iMac aus dem Programm genommen und gegenüber Ars Technica auch bestätigt, dass das Gerät das Ende seines Zyklus erreicht habe. Bislang war davon ausgegangen worden, dass Apple noch einen "iMac Pro" mit 27"-Display auf den Markt bringen würde. Diese Rolle dürfte nun aber vermutlich die Kombination aus Mac Studio und Studio Display übernehmen. Zumindest vorerst. Apple Analyst Ming-Chi Kuo und Bloomberg-Experte Mark Gurman gingen nämlich kürzlich noch davon aus, dass Apple weiter an einem größeren iMac arbeitet.
Unterdessen erklärte Kuo auch, dass es nach der Vorstellung des Mac Studio keinen neuen High-End Mac mini in diesem Jahr mehr geben werde. Hier wurde spekuliert, dass dieser über einen M1 Pro oder M1 Max Prozessor verfügen könnte. Zudem wurde der Mac mini auch als eines der ersten Geräte mit M2 Chip ins Spiel gebracht. Hierbei würde es sich aber wohl eher um ein Update des Standard-Modells handeln.
Zu den diversen Macs, die in diesem Jahr noch ein Update erhalten werden, gehören auch das MacBook Air und das 13" MacBook Pro. Zur Erinnerung: Dies waren zwei der drei ersten Macs, die mit einem Apple Silicon Prozessor ausgestattet wurden. Die Kollegen von 9to5Mac greifen dieses Thema noch einmal auf und wollen aus ihren Quellen bestätigt bekommen haben, dass beide Modelle bei ihrer Aktualisierung mit einem M2 Chip bestückt sein werden. Damit widersprechen die Kollegen dem Apple-Analysten Ming-Chi Kuo, der kürzlich gemeldet hatte, dass das MacBook Air? eine aktualisierte Variante des M1 Chips enthalten werde.
Beim bislang als 13" MacBook Pro geführten Modell wird Apple den Kollegen zufolge künftig auf den Namenszusatz "Pro" verzichten und es entsprechend schlicht als "MacBook" vertreiben. Ganz so also, wie es auch in der Vergangenheit bereits der Fall war. Somit bilden künftig dann das 14"- und das 16"-Modell die MacBook Pro Familie.
Wie so häufig wenn Apple ein neues Produkt vorstellt, gibt es Spekulationen, ob dies erst der Anfang war und sich nicht vielleicht noch eine neue Variante in der Pipeline befinden könnte. So auch aktuell beim Studio Display, von dem Apple dem Display-Analysten Ross Young zufolge auch noch eine Pro-Version mit einer 27" Displaydiagonalen, Unterstützung für Apples ProMotion-Technologie und mini-LED planen soll. Laut Young könnte ein solches Gerät von Apple auf der WWDC im Juni als Nachfolger des Pro Display XDR vorgestellt werden. Für diesen Zeitraum hatte er zunächst auch einen neuen 27" iMac Pro erwartet, wovon er nun aber nicht mehr ausgeht. Stattdessen könnte auf der WWDC ein neuer Mac Pro zusammen mit dem "Studio Display Pro" vorgestellt werden. Auf dem Event am vergangenen Dienstag hatte Apples Hardware-Chef John Ternus seinen Part mit den mysteriösen Worten beendet "just one more product to go: ?Mac Pro?. But that's for another day."
Allerdings hat sich auch der bekannte Apple-Analyst Ming-Chi Kuo zu dem Thema einer möglichen Pro-Version des Studio Display geäußert und seinerseits verkündet, dass Apple in diesem Jahr aus Kostengründen keine neuen mini-LED Geräte mehr auf den Markt bringen wird. Man muss also abwarten, wer von den beiden angesehenen Analysten am Ende Recht behalten wird. Spätestens zur WWDC wissen wir dann mehr.
Im Vorfeld zu Apples Event am vergangenen Dienstag wurde auch ein neuer Mac mini in der Gerüchteküche gehandelt, der eventuell sogar schon einen M2 Prozessor hätte mitbringen können. Dass es anders kam, wissen wir inzwischen. Stattdessen präsentierte Apple den neuen Mac Studio mit einem M1 Ultra Chip. Es sieht also so aus, als wollte Apple den M1-Zyklus zunächst komplett abschließen, ehe die zweite Generation der Apple Silicon Prozessoren für den Mac herausgebracht wird. Laut 9to5Mac hatte Apple in der Tat mit dem Gedanken eines neuen High-End Mac mini mit M1 Pro und M1 Max Chip gespielt, sich dann aber doch zugunsten des Mac Studio dagegen entschieden.
Demnach arbeitet Apple nach wie vor an einem neuen Mac mini mit M2 Prozessor. Konkret soll es dabei zwei Varianten, eine mit M2? Chip und eine mit ?M2? Pro Chip geben. Für den M2 Prozessor erwarten die einschlägigen Experten aktuell dieselbe 8-Kern CPU wie im M1 Chip, allerdings mit Verbesserungen bei Leistung und Energieverbrauch, sowie einer auf 9 oder 10 Kerne ausgebaute GPU. Zum M2? Pro gibt es hingegen bislang nur wenige Gerüchte. Spekuliert wird, dass er über eine 12-Kern CPU und eine ebenfalls aufgewertete GPU verfügen könnte. Der aktuelle M1 Pro Chip verfügt über eine 10-Kern CPU und eine 16-Kern GPU.
Mit dem Mac Studio hat Apple auf dem Event am Dienstagabend ein wahres Powerhouse vorgestellt. Erst recht, wenn das Gerät mit einem M1 Ultra Prozessor bestückt wird. Bereits während der Präsentation hatte Apple angemerkt, dass der Mac Studio mit dem High-End Prozessor deutlich schneller ist als der inzwischen nicht mehr erhältliche 27" iMac und auch als der Mac Pro mit seiner 28-Kern CPU. Auf der technischen Seite hat Apple den ?M1? Ultra mit einer 20-Kern CPU mit 16 High-Performance Kernen und 4 High-Efficiency Kernen, einer 64-Kern GPU, 128GB Unified Memory und einer Speicherbandbreite von 800GB/s ausgestattet. Bei der reinen CPU-Performance ist der ?M1? Ultra gleich 3,8 Mal schneller als der schnellste Intel Core i9 ?iMac? und um 60% schneller als der 28-Kern ?Mac Pro? mit seinem Intel Xeon W Prozessor.
In Sachen GPU ist der ?M1? Ultra satte 4,5 Mal schneller als der bisherige 27" iMac? und um beeindruckende 80% als der Highest-End ?Mac Pro? mit seiner AMD Radeon Pro W6900X Grafikkarte. Der ?M1? Ultra unterstützt dabei 18 parallele Streams von 8K ProRes 422 Videos, Was aktuell kein anderer Computer auf der Welt zu leisten im Stande ist.
Soweit also die Fakten, bzw. die Daten, die Apple offiziell zu dem Mac Studio und dem M1 Ultra bekanntgegeben hat. Inzwischen ist aber auch ein erster Benchmark-Eintrag in der Geekbench-Datenbank für den M1 Ultra Chip aufgetaucht, der Apples Aussagen in so gut wie allen Bereichen stützt. So kommt der Mac Studio mit dem 20-Kern ?M1? Ultra auf einen Single-Core Wert von 1.793 Punkten und einen Multi-Core Wert von beeindruckenden 24.055 Punkten. Zum Vergleich: Der Highest-End ?Mac Pro? mit dem 28-Kern Intel Xeon W Prozessor kommt auf einen Single-Core Wert von 1.152 und einen Multi-Core Wert von 19.951 Punkten. Damit ist der M1? Ultra in der Multi-Core Bewertung um 21% in der Single-Core Bewertung sogar um 56% schneller als der Mac Pro.

Schon seit einiger Zeit wird für dieses Jahr noch ein neugestaltetes MacBook Air erwartet, welches dann wohl auch als eines der ersten Geräte mit einem M2-Prozessor ausgestattet sein wird. Auch der bekannte Apple-Analyst Ming-Chi Kuo erwartet ein solches Gerät, allerdings noch mit einem M1-Chip, was im Widerspruch zu den meisten anderen Meldungen steht. Neben einem neuen Formfaktor, der eher in Richtung des aktuellen MacBook Pro gehen soll, soll Apple das neue MacBook Air auch in neuen Farben anbieten, vermutlich in einer ähnlichen Palette wie beim 24" iMac. Laut Kuo soll die Massenproduktion des neuen MacBook Air? Ende des zweiten Quartals beginnen, was einen Verkaufsstart im Sommer oder im dritten Quartal wahrscheinlich erscheinen lässt.
Der neue, gestern Abend von Apple vorgestellte Mac Studio ist sicherlich alles andere als ein Schnapper. Vor allem in Kombination mit dem M1 Ultra Chip muss man schon recht tief in die Tasche greifen. Dennoch scheint er sich direkt zum Start einer durchaus großen Beliebtheit zu erfreuen. Nur wenige Stunden nach der Vorstellung und der Möglichkeit das Gerät vorzubestellen, sind die Lieferzeiten für den neuen Kreativ-Mac in Apples Online Store bereits bis weit in den April gerutscht. Für das Modell mit dem M1 Ultra Chip weist Apple inzwischen einen Versand in sechs bis sieben Wochen aus. Je nach optionaler Ausstattung variiert die Lieferzeit naturgemäß. Die ersten Geräte werden an die Frühbesteller am 18. März ausgeliefert. Zu diesem Termin ist der Mac Studio inzwischen definitiv nicht mehr zu haben.