Zugegeben, die Entwickler der Passwort-Verwaltungssoftware 1Password haben sich mit den zuletzt getroffenen Monetarisierungsentscheidungen zu ihrer App nicht nur Freunde gemacht. Die Umstellung auf ein Abo-Konzept stößt bei vielen Langzeitnutzern nicht wirklich auf große Gegenliebe. Dennoch ist und bleibt 1Password natürlich auch weiterhin die Referenz in Sachen Passwortverwaltung, weswegen ein Hinweis auf die jüngst im Mac AppStore erschienene Version 7 an dieser Stelle nicht fehlen soll.
1Password 7 erscheint dabei nicht als Update der bisher verfügbaren Version, sondern als komplett neuer Download, was bedeutet, dass auch Bestandskunden diese neu laden müssen. Bestehende Abonnements können aber natürlich auch weiterhin genutzt werden. Neukunden erhalten nach dem kostenlosen Download der App eine Testphase von 30 Tagen, während der sie die App auf Herz und Nieren testen können. Möchte man sie anschließend weiternutzen, werden € 2,99 pro Monat für die Einzelnutzung fällig. Familien zahlen für eine "Mehrbenutzerlizenz" € 4,99 Euro im Monat.

Neben dem neuen Monetarisierungsansatz enthält 1Password 7 aber natürlich auch verschiedene neue Funktionen, wie beispielsweise eine komplett neugestaltete Benutzeröberfläche oder auch das neue Popup-Fenster "1Password mini", über das das Ausfüllen von Passwörtern auf Webseiten noch schneller von der Hand gehen soll. Dies funktioniert inzwischen übrigens auch innerhalb von Apps, was im Zeitalter von Touch ID und Face ID aber vermutlich bald ohnehin nicht mehr notwendig ist.
1Password 7 kann ab sofort über den folgenden Link kostenlos aus dem Mac AppStore geladen werden: 1Password 7
Rollenspiel-Fans dürfen sich freuen: Der beliebte Titel "Pillars of Eternity" hat einen offiziellen Nachfolger spendiert bekommen, der sich inzwischen auch aus dem Mac AppStore laden lässt. Pillars of Eternity 2: Deadfire (€ 54,99 im Mac AppStore) wurde erneut im Rahmen einer Kickstarter-Kampagne finanziert und brachte dabei knapp 4,5 Millionen US-Dollar zustande. Das Spielgeschehen ist fünf Jahre nach dem des ersten Teils angesiedelt und entführt den Spieler in dieselbe vollkommen offen zu erkundende Welt. Erneut schlüpft man dabei auch in die Rolle eines Wächters, der in die Seelen anderer Menschen blicken und hierdurch auch deren Erinnerungen lesen kann. Gemeinsam mit seinen Begleitern macht man sich auf den Weg und erlebt dabei verschiedene Abenteuer, schließt Partnerschaften, absolviert Echtzeit-Kämpfe und löst Rätsel. Dabei wird dem Spieler kein fester Weg durch das Spiel vorgegeben.
Erneut überzeugt das Spiel dabei auch in Sachen grafischer Umsetzung - und das bei durchaus überschaubaren Systemvoraussetzungen. Apropos, diese gilt es natürlich wie bei jedem Download aus dem Mac AppStore vorab zu checken, damit sichergestellt ist, dass der eigene Mac auch wirklich unterstützt wird. Sind die Systemvoraussetzungen jedoch erfüllt, kann (und sollte) Pillars of Eternity 2: Deadfire über den folgenden Link zum Preis von € 54,99 aus dem Mac AppStore geladen werden: Pillars of Eternity 2: Deadfire
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Mit dem im vergangenen Jahr erschienenen iOS 11 hat Apple bekanntermaßen größere Veränderungen am iOS-AppStore vorgenommen, um es dadurch leichter zu machen, neue Apps zu entdecken oder die gesuchten Apps zu finden. Wie es aussieht, war man dabei auch durch und durch erfolgreich. Dies geht zumindest aus den Daten der AppStore-Analysten von Sensor Tower (via TechCrunch) hervor. Demnach konnten vor allem die Downloads zulegen, die durch das Stöbern der Nutzer gefunden wurden. Vor iOS 11 machten diese Apps ca. 10% aller Downloads aus, seit iOS 11 ist dieser Wert auf 15% angestiegen. Nach wie vor ist die Suche jedoch der dominanteste Weg zum gewünschten Download. Hierüber werden 65% der heruntergeladenen Apps generiert.
Dabei gibt es allerdings Unterschiede zwischen den verschiedenen App-Kategorien. So werden Spiele häufiger nach dem Stöbern im AppStore heruntergeladen als Apps aus anderen Kategorien. Man darf gespannt sein, welche Verbesserungen sich Apple für den AppStore unter iOS 12 einfallen lassen wird. Und damit viel Spaß mit den AppStore Perlen dieser Woche.

"[iOS] AppStore Perlen 20/18" vollständig lesen
Nachdem Twitter bereits Anfang des Jahres seinen eigenen Mac-Client aus dem AppStore entfernt hat, droht nun auch Ungemach für die Twitter-Apps von externen Entwicklern. So hat der Kurznachrichtendienst kürzlich seine Pläne für die Mitte August in Kraft tretenden Veränderungen an den Programmierschnittstellen bekanntgegeben. Drittentwickler werden dann sogenannte Premium oder Enterprise Account Activity API Pakete kaufen müssen, um auch weiterhin vollen Zugang zu allen Twitter-Funktionen zu haben. Hierzu zählen unter andere, Tweets, @-Erwähnungen, Antworten, Retweets, Zitate, Likes, Direktnachrichten und mehr.
Der Premium API Plan gewährt den Entwicklern Zugang zu bis zu 250 Accounts für einen sportlichen Preis von 2.899,- US-Dollar im Monat. Noch teurerer ist der Enterprise-Plan, dessen konkrete Preise man allerdings erst erfährt, wenn man sich dafür auch tatsächlich bewirbt. Während diese Strategie ein Weg sein dürfte, wie Twitter seine Monetarisierung vorantreiben möchte, dürfte damit auch das Ende vieler Twitter-Clients drohen. Verschiedene Anbieter, darunter die Entwickler von Twitterrific (€ 8,99 im Mac AppStore), haben bereits angekündigt, dass sie nicht in der Lage sein werden, diese Preise zu zahlen. Tapbots, die Entwickler des erst kürzlich in Version 3 erschienenen Clients Tweetbot vermeldeten, dass die eigenen Apps auch weiter funktionieren würden, allerdings könnten verschiedene Funktionen durch die Änderungen wegfallen.
Die tatsächlichen Auswirkungen müssen sicherlich noch abgewartet werden. Selbiges gilt für die Frage, ob der eingeschlagene Weg der richtige ist, oder ob man hierdurch eher weiter Nutzer verliert.
Mitte Februar hat Twitter bekanntgegeben, dass man die hauseigene Mac-App nicht weiterentwickeln wird. Inzwischen ist sie aus dem Mac AppStore auch komplett verschwunden. Gott sei Dank gibt es aber natürlich auch weiterhin eine ganze Menge Alternativen für den Mac, wie beispielsweise Tweetbot (€ 10,99 im Mac AppStore) oder Twitterrific (€ 8,99 im Mac AppStore). Ersteres liegt inzwischen in der generalüberholten Version 3 vor und bringt mit dieser jede Menge Neuerungen mit. Während sowohl die Code-Basis komplett neu geschrieben wurde, hat auch die Benutzeroberfläche einen deutlichen Facelift erhalten.
So verfügt Tweetbot 3 nun über eine ein- und ausblendbare Seitenleiste, die den Fokus komplett auf die Tweets lenken soll. Innerhalb der in dieser Seitenleiste platzierten Menüs hat man Zugriff auf sämtliche Account-Funktionen. Beim Verfassen von neuen Tweets haben sich die Entwickler vor allem um das Einbinden von Multimedia-Inhalten gekümmert. Dies trifft auch auf die Timeline zu, in der GIFs künftig auf Wunsch vollautomatisch abgespielt werden können. Unerwünschte Inhalte lassen sich ab sofort mit nur einem Klick blockieren, die Anzeige von Tweets in mehreren Spalten wurde verbessert und die Entwickler haben sogar an einen Nachtmodus gedacht. Hinzu kommen jede Menge weitere kleine Neuerungen und Verbesserungen.
Twitterrific 3 kann ab sofort über den folgenden Link zum Preis von € 10,99 aus dem Mac AppStore geladen werden: Tweetbot 3

Was für gewaltige Möglichkeiten der AppStore für Apple, aber natürlich auch für die Entwickler bietet, habe ich an dieser Stelle bereits mehrfach betont. Unterstrichen wird dies hierzulande nun auch noch einmal durch aktuelle Prognosen, die die AppStore-Analysten von App Annie aktuell vorlegen. Demnach ist Deutschland in Sachen Apps weiter auf dem Vormarsch und soll bis 2022 der weltweit fünftgrößte Markt für Apps sein. Derzeit liegen wir in dieser Statistik noch auf Platz sieben. In Europa wäre Deutschland dann das ertragreichste AppStore-Land in Europa und würde in der Weltrangliste nur noch hinter China, den USA, Japan und Südkorea liegen. Auch Brasilien und Russland befinden sich hier auf der Überholspur.

Und auch die Ausgaben der Nutzer ziehen weiter an. Während sich die weltweiten Ausgaben für AppStore-Käufe im laufenden Jahr noch auf 106,4 Milliarden US-Dollar belaufen sollen, werden es 2022 wohl bereits knapp 156,5 Milliarden Dollar sein. Im wahrsten Sinne des Wortes also ein Milliardengeschäft. Und damit viel Spaß mit den AppStore Perlen dieser Woche.
"[iOS] AppStore Perlen 19/18" vollständig lesen
Vor nicht allzu langer Zeit hat US-Präsident Donald Trump mit einem Dekret das Ende der Netzneutralität in den USA eingeleitet. Nun hat die Federal Communications Commission (FCC) bekanntgegeben, dass die aktuell geltenden Regelungen zur Wahrung der Netzneutralität in den USA am 11. Juni 2018 auslaufen werden (via Reuters). Der Schritt, der von vielen Experten und Netzaktivisten als äußerst kritisch gesehen wird, folgt vor allem wirtschaflichen Interessen verschiedener Dienstleister und Inhaltsanbietern und könnte das Internet, wie wir es heute kennen und wie es eigentlich auch konzipiert ist, nachhaltig verändern.
Entsprechend haben sich inzwischen auch mehrere US-Bundesstaaten gegen die Entscheidung gestellt und gegen die Umsetzung Klage eingreicht. Mehr als ein Dutzend demokratischer Senatoren haben zudem dafür gesorgt, dass über die Entscheidung erneut abgestimmt werden soll, um den Schutz der Netzneutralität wiederherzustellen. Laut CNN dürfte die in der kommenden Woche stattfindenden Abstimmung hierüber im Senat auch durchaus eine Mehrheit erhalten. Im von den Republikanern dominierten Repräsentantenhaus hingegen dürfte die Sache anders aussehen und auch der republikanische Präsident Trump dürfte wohl sein Veto einlegen. Die Demokraten hoffen jedoch, mit ihrer Aktion so viel Gegenwind für die Entscheidung zu erzeugen, dass auch Trump sie noch einmal überdenken könnte.
Auch an anderer Stelle regt sich inzwischen Widerstand gegenüber dem geplanten Ende der Netzneutralität. So beteiligen sich immer mehr Internetseiten, wie beispielsweise Reddit, Tumblr, Etsy oder GitHub an der Red Alert for Net Neutrality Kampagne. Dabei wird beim Besuch der Seiten ein großer roter Banner eingeblendet, auf dem die Besucher aufgefordert werden, sich an ihre politischen Repräsentanten zu wenden und diese aufzufordern, sich für den Erhalt der Netzneutralität einzusetzen.

Die Bekanntgabe der Quartalszahlen am vergangenen Dienstag hat mal wieder Apples Dienste-Kategorie als einen der großen Umsatztreiber und einen der am schnellsten wachsenden Sparten in Cupertino ausgewiesen. Hauptsächlich treibende Kraft bleibt dabei der iOS-AppStore, der immer wieder für hohe Umsätze bei Apple und damit auch für hohe Einnahmen bei den Entwicklern sorgt. Dennoch gibt es hier aus eigener Erfarhrung noch jede Menge Luft nach oben. In gut vier Wochen steht nun die alljährliche Entwicklerkonferenz WWDC auf dem Programm und wie immer ist die Hoffnung groß, dass Apple nicht nur neue Produkte, sondern auch neue Möglichkeiten für die Entwickler präsentiert. Denn eines ist klar: Der AppStore wächst auch weiterhin nur aufgrund der Kreativität der Entwickler. Und diese sollte Apple fördern, wo man nur kann. Und damit viel Spaß mit den AppStore Perlen dieser Woche.
"[iOS] AppStore Perlen 18/18" vollständig lesen