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iFixit zerlegt das neue MacBook Pro und MacBook Air

Es hat ein wenig gedauert, doch nun haben die Reparaturspezialisten von iFixit ihren traditionellen Teardown des neuen MacBook Air und MacBook Pro auf Basis von Apple Silicon vorgelegt. Dieser gewährt einen Blick unter die Haube der neuen Geräte, die sich jedoch nur sehr marginal von ihren auf Intel-Chips basierenden Vorgängern unterscheiden. Einen der größeren Unterschiede stellt der Wegfall des Lüfters im MacBook Air dar. Dieser wird nun von dem passiven Kühlsystem ersetzt, das Apple aufgrund der geringeren Hitzeentwicklung des M1-Chips verbauen konnte. Der Rest des Innenlebens des MacBook Air ist identisch zum Vorgänger, wodurch sich auch die Reparaturen wohl nicht großartig davon unterscheiden werden. Beim MacBook Pro mussten die Reparaturspezialisten sogar noch ein zweites Mal nachschauen, ob sie nicht versehentlich ein Intel-Modell bestellt haben, so ähnlich sind die internen Komponenten.

Etwas genauer sah man sich selbstverständlich den neuen M1-Chip an. Vor allem der direkt mit ihm verbaute, integrierte Arbeitsspeicher trieb den Kollegen die Sorgenfalten auf die Stirn, da dieser nun nicht mehr ohne Weiteres ausgetauscht oder erweitert werden kann.

Apples angekündigtes Bildungs-Modell des M1 MacBook Air lässt sich blicken

Auf der Vorstellung der ersten M1-Macs hatte Apple auch ein günstiges Bildungs-Modell des MacBook Air in Aussicht gestellt, welches bislang jedoch noch nicht offiziell angekündigt oder ins Programm aufgenommen wurde. Nun wurde jedoch ein entsprechendes Modell in Apples U.S. Education Institution Hardware and Software Price List gesichtet, welches auch weiteren Aufschluss zu den Spezifikationen des Geräts gibt. So wird das Gerät mit einer Speicherkapazität von 128 GB und 8 GB Arbeitsspeicher zu einem Preis von 799,- US Dollar auf den Markt kommen. Zum Vergleich: Die regulären Geräte bekommt man in Speicherkonfigurationen mit 256 GB, 512 GB, 1 TB oder 2TB. Noch ist unklar, wann Apple plant das Bildungs-Gerät auf den Markt zu bringen.

Ältere MacBook Pro: Apple gibt Anweisungen für Installationsprobleme bei macOS Big Sur

Vor wenigen Tagen kamen Berichte auf, wonach der Installationsversuch von macOS Big Sur auf einem MacBook Pro aus den Jahren 2013 und 2014 diese Geräte unter bestimmten Umständen unbrauchbar machen kann. Nun hat Apple zu diesem Thema ein neues Support-Dokument veröffentlicht, in dem man Hinweise gibt was man machen soll, wenn man von dem Problem betroffen ist. So soll man beispielsweise angeschlossene Geräte entfernen, einen Neustart versuchen, den SMC, das NVRAM oder das PRAM zurücksetzen. Allerdings waren dies Dinge, die die meisten Nutzer auch bereits in Eigenregie (zumeist erfolglos) probiert hatten. Wörtlich schreibt Apple:

  1. Press and hold the power button on your Mac for at least 10 seconds, then release. If your Mac is on, it turns off.
  2. Unplug all external devices from your Mac, including any displays and USB accessories, and remove any card inserted in the SDXC card slot. Then turn your Mac on.
  3. If the issue persists, reset the SMC as described for notebook computers with a nonremovable battery.
  4. If the issue persists, reset NVRAM or PRAM.

Sollten diese Schritte nicht zum gewünschten Erfolg führen, sollen sich die betroffenen Nutzer laut Apple an den Support wenden, um sich dort helfen zu lassen. Apple gibt zudem an, dass man derzeit noch Informationen sammle und das Support-Dokument aktualisieren werde, sobald diese vorliegen. Für den Moment würde ich auch weiter dazu raten, von einem Installationsversuch von macOS Big Sur auf einem MacBook Pro aus den Jahren 2013 und 2014 abzusehen.

So lassen sich iOS- und Windows-Apps auf einem M1-Mac ausführen

Je länger die neuen Macs mit ihrem M1-Chip auf dem Markt sind, desto mehr Details zu dem neuen Chip kommen ans Tageslicht. Während aktuell noch keine Möglichkeit existiert, Windows auf einem Apple Silicon Mac auszuführen, sei es in einer virtuellen Maschine oder nativ in Bootcamp, ist die Crossover-Emulationssoftware in der Lage, tatasächlich Windows-Apps auf einem M1-Mac auszuführen. Die wurde im Codeweavers-Blog bekanntgegeben und auch mit dem unten zu sehenden Video von Team Fortress 2 auf einem neuen M1 ?MacBook Air? belegt:



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Bei Crossover handelt es sich um eine auf dem Wine Project basierende Software, mit der sich Windows-Apps auf einem Mac ausführen lassen, indem die Windows APIs in ihre Mac-Pendants übersetzt werden. Und jetzt wird es kurios: Im Grunde genommen läuft in diesem Fall ein 32-bit Windows Intel Code in einer 32-to-64 Bridge in Wine bzw. CrossOver unter macOS mit einer ARM CPU, die mit Rosetta 2 x86 emuliert. Kann noch jeder folgen? Beeindruckt sind die Macher vor diesem Hintergrund vor allem von der trotz all dem erzielten Leistung. Wer sich für die Ausführung von Windows-Apps auf einem M1-Mac interessiert, findet bei Codeweavers eine Liste von kompatiblen Apps aus der hervorgeht was sich unter CrossOver nutzen lässt. Beispiele sind dabei unter anderem Quicken, Among Us und Witcher 3.

Nativ unterstützen die M1-Macs dank der nun selben Prozessor-Architektur hingegen die Ausführung von iOS-Apps. Allerdings können Entwickler ihre Apps von der Veröffentlichung im Mac AppStore ausschließen, so dass sie sich nicht von dort aus installieren lassen. Es gibt allerdings einen kleinen Trick, mit dem sich prinzipiell sämtliche iOS-Apps auf den Mac bringen lassen. Hierzu lädt man einfach die .ipa-Dateien mithilfe von Tools wie beispielsweise iMazing auf den Mac und kann sie dort dann mit einem einfachen Doppelklick installieren und Starten. Das Vorgehen ist dabei wie folgt:

  1. iPhone oder iPad mit dem Mac verbinden und iMazing starten
  2. In der linken Leiste "Apps" auswählen
  3. Am unteren Rand "Apps verwalten" auswählen
  4. "Bibliothek" auswählen
  5. Rechts über das Symbol die gewünschte App herunterladen
  6. Rechtsklick auf die geladene App und ".IPA exportieren" auswählen

Die iOS-Apps reihen sich dann zwischen ihren Mac-Pendants im Programme-Ordner ein. Enthält die .ipa-Datei eine speziell für das iPad angepasste Version, wird diese auf dem Mac ausgeführt. Fortan erhält man Push-Mitteilungen, die an die Apps geschickt werden dann auch auf dem Mac. Nicht vergessen sollte man dabei, dass die Entwickler möglicherweise einen Grund haben, warum sie ihre Apps (noch) nicht auf dem Mac anbieten. Man sollte hier also durchaus mit möglichen Problemen rechnen. Nachfolgend ein Screenshot der Facebook-App auf einem Mac von den Kollegen von 9to5Mac.

M1-Chip: AnandTech liefert Taktraten, Apple-Manager spielen Spezifikationen runter

Direkt vorweg: Die nachfolgenden Informationen richten sich vor allem an die technisch interessierten Leser. Bereits kurz nach der Vorstellung des ersten Apple Silicon Prozessors für den Mac, also des M1-Chips, meldeten sich die Chip-Spezialisten von AnandTech zu Wort und sahen Apples Aussagen zu Leistungsfähigkeit und Akkulaufzeit seines ersten selbstdesignten Mac-Prozessors als durchaus plausibel an. Jetzt hat man sich dort einen Mac mini beschafft und den darin verbauten M1-Chip genauer unter die Lupe genommen. Herausgekommen sind dabei auch verschiedene technische Spezifikationen des Chips, zu denen sich Apple bislang noch nicht geäußert hat.

So fanden die Spezialisten heraus, dass die vier Firestorm-Kerne im M1-Chip mit jeweils 3,2 GHz getaktet sind, was einen Zugewinn von 6,66% gegenüber der 3 GHz Taktrate in Apples A14-Chip aus dem iPad Air 4 und dem iPhone 12. So lange sich die Hitzeentwicklung dabei in Grenzen hält, gilt diese Taktrate für alle vier Kerne. Bei zu großer Hitze kann Apple die einzelnen Kerne runtertakten. Zuden Firestorm-Kernen gesellen sich noch die vier Icestorm-Effizienzkerne, die jeweils mit 2.064 MHz getaktet sind, was ebenfalls einen Zugewinn gegenüber den 1.823 MHz im A14 Bionic-Chip bedeutet. Für weitere technische Details, unter anderem auch zum Stromverbrauch, zur Speicherverwaltung und vielem mehr verweise ich an dieser Stelle auf die extrem ausführliche, mehrseitige Analyse von AnandTech.

Parallel zu dieser Analyse haben sich Apples Software-Chef Craig Federighi, Marketing-Chef Greg Joswiak und Chip-Chef Johny Srouji in einem Interview mit Om Malik zum Apple Silicon uind den Auswirkungen auf die Zukunft des Macs geäußert. Dabei gingen die Apple-Manager auch auf die genannten Taktraten des Chips ein. Laut Johny Srouji geht es auf dem Prozessor-Markt schon lange nicht mehr um Gigahertz und Megahertz, sondern vielmehr darum, was der Nutzer hierdurch geboten bekommt. Apple habe in diesem Punkt den Vorteil, dass man Prozessor, den Rest der Hardware und die Software perfekt aufeinander abstimmen kann - ein Ziel, welches schon der legendäre Apple-Gründer stets verfolgt hatte, wie Joswiak ergänzt.

Craig Federighi liefert zudem ein Beispiel dafür, wie Spezifikationen nicht immer die tatsaächliche Leistung eines Prozessors wiedergeben können. So stellen sich professionelle Videobearbeiter beispielsweise die Frage, wie viele 4K- oder 8K-Videostreams gleichzeitig verarbeitet werden können, während bestimmte Effekte darauf angewendet werden. Auf diese Frage kann keine Taktrate eines Prozessors der Welt eine Antwort geben, da es sehr stark auf das Zusammenspiel der verschiedenen Komponenten und auch mit der Software ankommt. Hier ist Apple in einem klaren Vorteil, wie auch Srouji betont.

Darüber hinaus werde beispielsweise auch nie thematisiert, mit welcher Frequenz die A-Serien Chips im iPhone getaktet sind und dennoch ist deren Leistungsfähigkeit mehr als beeindruckend. Einen ähnlichen Trend werde es laut Srouji in den kommenden Jahren auch bei den PCs geben. Es werde vielmehr darum gehen, wie viele Aufgaben man mit einer einzigen Akkuladung erledigen kann.

Auch hier verweise ich für das komplette, durchaus lesenswerte Interview auf die Webseite von Om Malik.

Wiederherstellung eines Apple Silicon Macs kann in unbrauchbaren Systemen enden

Man kommt nicht umhin zu bemerken, dass Apple derzeit mal wieder ungewöhnlich viele Probleme mit verschiedenen Geräten und Betriebssystemen hat. Nun gesellt sich offenbar auch noch ein neues mit den neuen Mac mit M1-Chip hinzu. Das Problem tritt auf, wenn manche Nutzer versuchen, ihren Mac wiederherzustellen. In diesem Fall wird die unten zu sehende Fehlermeldung angezeigt und der Mac praktisch unbrauchbar, wie Nutzer im MacRumors-Forum berichten. Die Meldung "An error occurred preparing the update. Failed to personalize the software update." ist dabei leider nicht wirklich aussagekräft.

Einer der Nutzer beschreibt in einem Forumpost, wie es bei ihm zu dem Problem kam. Demnach setzt er neue Macs routinemäßig nach deren Erhalt zurück, um sich auber von der vorinstallierten Software wie GarageBand und iMovie zu trennen. So auch bei seinem neuen M1 MacBook Pro und Macbook Air. Während des Installationsschritts bei dem das System angepasst wird trat dann plötzlich das oben zu sehende Problem auf. Anschließend verbrachte er mehrere Stunden am Telefon mit dem Apple Support, wo man ihm schlussendlich riet, die Geräte austauschen zu lassen oder auf ein korrigierendes macOS-Update zu warten. Da ihm momentan jedoch kein funktionierender Mac zur Verfügung steht, auf dem er ein solches Update installieren könnte, sind die Computer de facto "bricked" und müssen von Apple ausgetauscht werden.

Andere Nutzer haben hingegen bereits einen Workaround gefunden, der über einen zweiten Mac und die App "Configurator 2" von Apple führt. Apple bietet ein Support-Dokument an, in dem ein Prozess beschrieben wird, wie man einen Apple Silicon? Mac mithilfe eines zweiten Macs wieder zum Leben erwecken kann. Eine Wiederherstellung auf diese Art stellt nicht nur die Firmware wieder her, sondern aktualisiert auch das recoveryOS auf die aktuellste Version und löscht den kompletten internen Speicher des Macs.

Apple dürfte sich in Kürze um das Thema kümmern. Bis dahin ist es jedoch vielleicht eine bessere Idee, von einer Wiederherstellung eines Apple Silicon? Mac abzusehen. Diejenigen, die bereits vor dem angesprochenen Problem stehen, könnte der Weg über den Apple Configurator die Lösung sein.

Apple passt die Systematik der macOS-Versionsnummerierung an iOS an

Fast 20 Jahre lang bildete OS X und damit die Version 10 die Basis des Mac-Betriebssystems. Änderungen nahm Apple anschließend bei den großen Updates stets ab der ersten Nachkommastelle bei den Versionen vor. So hörte beispielsweise macOS Catalina als letztes System aus dieser Reihe noch auf die Version 10.15. Mit macOS Big Sur wechselte Apple dann erstmals seit 2001 auf die Version 11 und wird in den kommenden Jahren wohl diese Zahl weiter hochzählen - ganz so also, wie man es beispielsweise auch von iOS bereits kennt. Zu erkennen ist dies bereits jetzt an der gestern Abend ausgegebenen ersten Beta von macOS Big Sur 11.1. Hier zählte man bereits die erste Nachkommastelle hoch, weswegen inzwischen wohl davon ausgegangen werden kann, dass die macOS-Version des kommenden Jahres die Nummer 12 tragen wird.

Für den Nutzer ändert sich hierdurch freilich recht wenig, da die offizielle Bezeichnung ohnehin auch in den kommenden Jahren den Namen einer kalifornischen Landschaft tragen wird, unter dem das System dann auch vermarktet wird. Dennoch ist es nur konsequent, dass Apple die Nummerierung von macOS nun auch an die Systematik der anderen Betriebssysteme anpasst.

Apple veröffentlicht erste Beta von macOS Big Sur 11.1

Am Wochenende hatte ich neben verschiedenen Problemen mit iOS 14 und dem iPhone 12 auch darüber berichtet, dass manche ältere MacBook Pro nach einem Installationsversuch von macOS Big Sur nicht mehr zu benutzen waren. Um dieses und verschiedene andere Kinderkrankheiten, die in der ersten Version des diesjährigen macOS-Updates noch stecken, dürfte sich das erste Update auf macOS Big Sur 11.1 kümmern, von dem Apple am heutigen Abend die erste Betaversion an registrierte Entwickler ausgegeben hat. Wie gewohnt kann das Update über die Softwareaktualisierung geladen werden, sobald das entsprechende Konfigurationsprofil auf dem betroffenen Mac installiert ist.

Aktuell ist noch nicht bekannt, um was genau sich das Update kümmern wird. Allgemeine Fehlerbehebungen und Stabilitätsverbesserungen dürfte Apple in den Releasenotes aber in jedem  Fall erwähnen.