Apples Pro Display XDR ist sicherlich alles andere als ein Schnapper und so manch Mac-User wünscht sich sehnlichst ein günstigeres Display von Apple nach dem Vorbild des guten alten Thunderbolt-Displays. Dieses zeichnet sich derzeit allerdings nicht am Horizont ab. Stattdessen hat Apple jedoch immerhin in der vergangenen Nacht ein Display Firmware Update auf Version 4.2.30 für all diejenigen veröffentlicht, die sich das Pro Display XDR leisten können und wollen. Enthalten ist darin erstmals der "Pro Display XDR Calibrator", mit dem sich das Display an die eigene Umgebung anpassen lässt. In einem zugehörigen Support Dokument erklärt Apple zudem auch die einzelnen Schritte für die korrekte Kalibrierung des Pro Display XDR.
Amazon ist schon längst kein reines Online-Kaufhaus mehr, sondern bietet diverse Cloud- und Infrastruktur-Dienste an, von denen auch Unternehmen profitieren können. Aktuell läuft auch regelmäßig zu den Amazon Web Services (AWS) eine Fernsehwerbung im deutschen Fernsehen. Wie Amazon nun auf seinem heute startenden AWS re:Invent Event bekanntgegeben hat, steht dabei im Rahmen der Amazon Elastic Compute Cloud-Plattform (EC2) ab sofort auch stündlich buchbare Mac minis mit macOS Mojave oder macOS Catalina zur Verfügung. Hiermit wendet man sich gemäß der zugehörigen Pressemitteilung vor allem an Entwickler, die Apps für macOS, iOS, iPadOS, tvOS oder watchOS entwickeln möchten. Benötigt wird dazu bekanntermaßen Apples Entwicklungsumgebung Xcode, die allerdings nur unter macOS lauffähig ist. Entwickler die bislang nicht über einen Mac verfügten, können diese nun also als Cloud-Angebot bei Amazon mieten.
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Nicht zur Verfügung stehen dabei allerdings zum Start die neuen Mac minis mit Apples M1-Chip. Stattdessen werden Modelle mit Intel Core i7 6-Kern-Prozessoren der 8. Generation bereitgestellt, die mit 3,2 GHz getaktet sind und von 32 GB Arbeitsspeicher unterstützt werden. Mac minis mit Apple Silicon sollen allerdings laut Amazon bereits in Kürze ebenfalls angeboten werden. Die deutschen Preise dürften im Laufe der kommenden Tage auf der EC2-Übersicht bekanntgegeben werden. In den USA verlangt Amazon pro Stunde ca. einen Dollar pro genutzter Stunde.
Apple zeigt sich bereits hocherfreut über das neue Amazon-Angebot. Bob Borchers, seines Zeichens Apples Vice President of Worldwide Product Marketing, erklärt:
"Apple's thriving community of more than 28 million developers continues to create groundbreaking app experiences that delight customers around the world. With the launch of EC2 Mac instances, we're thrilled to make development for Apple's platforms accessible in new ways, and combine the performance and reliability of our world-class hardware with the scalability of AWS."
David Brown, Amazon Vice President of EC2 at AWS ergänzt:
"Our customers tell us they would love to have their Apple build environment integrated with AWS services. With EC2 Mac instances, developers can now provision and access on-demand macOS compute environments in AWS for the first time ever, so they can focus on creating groundbreaking apps for Apple's industry-leading platforms, rather than procuring and managing the underlying infrastructure."
Seit einigen Tagen steht bei mir nun ergänzend zu meinem 16" MacBook Pro auch ein 13" MacBook Air mit M1-Chip. Neben dem Prozessor (und selbstverständlich diversen weiteren Dingen) unterscheidet sich das kleinere Gerät noch in einem weiteren Punkt von seinem großen Bruder: Es setzt nach wie vor auf klassische F-Tasten statt auf eine Touch Bar. Und wenn ich ganz ehrlich bin: Wenn ich auf irgendwas an meinem MacBook Pro verzichten könnte, dann ist es als allererstes die Touch Bar. In meinem Fall ist es sogar noch die Variante ohne die dedizierte ESC-Taste und ganz ehrlich? Teilweise nervt mich die Touch Bar sogar, wenn sie mal wieder versucht zu antizipieren, was ich wohl am besten mit ihr anfangen könnte. Sie löst für mich mit anderen Worten also nicht ein einziges Problem. Wie bei vielen anderen Dingen mit denen ich nichts anfangen kann, hängt dies aber auch selbstverständlich von meinen ganz persönlichen Nutzungsgewohnheiten ab.
Sei es drum, Apple hat sich für die Touch Bar im MacBook Pro entschieden und wird diese Entwicklung ganz offensichtlich auch in Zukunft weiter vorantreiben. So haben die Kollegen von Patently Apple einen neuen Patentantrag von Apple ausgegraben, in dem beschrieben wird, wie sich die bereits vom Trackpad bekannte Force Touch Technologie (oder auch 3D Touch bzw. Haptic Touch beim iPhone oder der Apple Watch) auch in der Touch Bar einsetzen lässt. So könnten drucksensitive Sensoren unter dem OLED-Streifen verbaut werden, um die Funktionsvielfalt der Touch Bar auf diese Weise auszubauen. Ob dies meine Sicht auf die Leiste allerdings dann zu ändern vermag, muss ich mir noch überlegen...

Kleiner Nachtrag zu der gestrigen Meldung des Apple-Analysten Ming-Chi Kuo, der MacBooks im neuen Design für das kommende Jahr in Aussicht gestellt hat. Der äußert treffsichere Leaker "L0vetodream" hat die Analysten-Meldung aufgegriffen und ebenfalls die neuen MacBooks für die zweite Jahreshälfte 2021 angekündigt. Neu ist hingegen die Information, dass es sich dabei sowohl um eine Variante mit Apple Silicon als auch um eine mit herkömmlichen Intel-Prozessoren handeln wird. Warum Apple bei den neuen Geräte, gerüchtehalber soll es sich um ein neues 14" und ein neues 16 MacBook Pro handeln, nicht bereits komplett auf Apple Silicon setzen sollte, bleibt dabei allerdings unklar. Immerhin möchte Apple ja den Wechsel von Intel zu Apple Silicon innerhalb von zwei Jahren komplett abgeschlossen haben.
Unterdessen hat sich auch der Leaker-Kollege "LeaksApplePro" zu Wort gemeldet und verkündet, dass Apple, wenig überaschend, bereits an einer neuen Version des M1-Chips unter der Bezeichnung M1X arbeitet. Darin sollen 12 kerne zum Einsatz kommen, von denen acht als Performance-Kerne und vier als Energiespar-Kerne tätig sein sollen. Der neue Chip soll dem Leaker zufolge erstmals in einem 16" MacBook Pro zum Einsatz kommen. Ob es sich dabei um das oben erwähnte Gerät handelt oder bereits vorher ein Zwischenmodell auf den Markt kommt, bleibt vorerst offen.
Wann immer in den vergangenen Tagen über die ersten Apple Silicon Macs gesprochen wurde, ging es logischerweise vor allem um den M1-Chip in den neuen Rechnern und dessen Leistungsfähigkeit und Energieeffizienz. Eine neue Analyse bezieht nun auch erstmals den integrierten Arbeitsspeicher mit ein. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund interessant, da Apple in allen neuvorgestellten Macs denselben M1-Chip verbaut. Die Variationsmöglichkeiten liegen also allein im Bereich des SSD-Speichers und eben des Arbeitsspeichers. Die Kollegen von Mac Tech haben sich nun einmal die Unterschiede zwischen einem MacBook Pro mit 8 GB RAM und einem mit 16 GB RAM genauer angeschaut.
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In dem Vergleichsvideo kommen auch eine Reige von Benchmarktests, wie beispielsweise Geekbench, Cinebench oder auch der RAW Exporting-Test zum Einsatz. Im Falle von Geekbench und Cinebench sind keine nennenswerten Unterschiede zwischen der 8 GB und der 16 GB Variante zu erkennen. In Tests in denen vor allem die Belastung des Arbeitsspeichers getestet wird, kommen die Unterschiede dann aber doch zu Tage. So testeten die Kollegen unter anderem das Kompilieren von Quellcode in Xcode, wobei das 16 GB Modell auf 122 Punkte, das 8 GB Modell auf 136 Punkte kommt (weniger ist besser).
Der größte Unterschied ergab sich bei einem Export von 8K RAW R3D nach 4K, für den das 8 GB MacBook Pro 13,57 Sekunden benötigte, das 16 GB Modell hingegen nur 5,59 Sekunden. Dies entspricht in etwa demselben Wert wie bei einem 16" Core i9 MacBook Pro mit 32 GB RAM aus dem vergangenen Jahr. Überrascht zeigten sich die Tester von den vergleichweise niedrigen Temperaturen, die bei diesen Tests entstanden sind. So mussten die Lüfter nur äußerst selten eingreifen, was einen großen Unterschied zu den Intel MacBook Pro Modellen darstellt.
Bei der Entscheidung ob man sich einen M1-Mac mit 8 GB oder 16 GB Arbeitsspeicher zulegen sollte, kommt es also vor allem auf den Einsatzbereich an. Während für die meisten Tätigkeiten 8 GB absolut ausreichen sollten, machen sich bei häufig arbeitsspeicherlastigen Tätigkeiten die zusätzlichen 8 GB Arbeitsspeicher dann doch bemerkbar. Zu bedenken ist allerdings, dass die Entscheidung endgültig ist, ein späteres Aufrüsten des Arbeitsspeichers ist nicht möglich.
In der vergangenen Woche kamen erste Meldungen auf, wonach es offenbar Probleme gibt, wenn man auf einem Apple Silicon Mac über den Wiederherstellungsmodus eine blanke Neuinstallation von macOS Big Sur vornehmen möchte. Besonders ungünstig ist dabei, dass sich der Mac in einen Status verabschiedet, in dem er dauerhaft nicht mehr nutzbar ist. In der erscheinenden Fehlermeldung schreibt Apple lediglich: "An error occurred preparing the update. Failed to personalize the software update. Please try again.", was auch nicht wirklich bei der Behebung weiterhilft, da der vorgeschlagene neue Versuch nicht funktioniert.
Inzwischen hat Apple auf diese Fehlermeldungen reagiert und detailierte Anweisungen veröffentlicht, die sich an Nutzer richten, die sich mit diesem Problem konfrontiert sehen. Neue Macs werden aktuell noch mit macOS Big Sur 11.0 ausgeliefert, womit das Problem offenbar zusammenhängt. So erklärt Apple, dass das Problem offenbar nicht auftritt, wenn man den Mac vor der Wiederherstellung auf macOS Big Sur 11.0.1 aktualisiert. Konkret heißt es:
If you erased your Mac with Apple M1 chip before updating to ?macOS Big Sur? 11.0.1, you might be unable to reinstall macOS from macOS Recovery. A message might say “An error occurred while preparing the update. Failed to personalize the software update. Please try again.”
Use either of these solutions to reinstall macOS. You should then be able to use macOS Recovery as expected when reinstalling macOS in the future.
Sollte es hierfür schon zu spät sein, empfiehlt Apple, ein bootfähiges Installationsmedium für macOS Big Sur auf einem anderen Mac zu erstellen und hiervon zu booten. Sollte auch dies nicht möglich sein, bietet Apple eine 17-stufige Anleitung, wie man den betroffenen Mac über verschiedene Terminal-Befehle wieder zum Leben erwecken kann. Ansonsten bliebe nur noch der Weg über den Apple Support.
Die neuen Macs mit Apples erstem eigenen Prozessor, dem M1-Chip, werden in so gut wie jedem Review gelobt. Und auch ich kann über mein am Donnerstag geliefertes 13" M1 MacBook Air bislang nur positives berichten. Alles reagiert schnell und knackig und die Akkulaufzeit ist wirklich bemerkenswert. Das Gerät ersetzt mein bisheriges 12" MacBook und allein die Abkehr vo der Butterfly-Tastatur ist ein echter Segen. Mich haben in den vergangenen Tagen aber auch jede Menge Fragen von Lesern erreicht, ob ich zu einer Anschaffung eines Apple Silicon Macs raten würde oder ob man lieber vorerst doch auf einen bewährten Intel-Rechner setzen sollte. In diesem Fall kann ich leider nur sagen: Es kommt darauf an...
Es kommt darauf an, ob man den Rechner beruflich einsetzt oder hauptsächlich privat. Im beruflichen Umfeld ist nämlich zu bedenken, dass es nach wie vor (und auch auf absehbare Zeit) nicht möglich ist, Windows auf einem Apple Silicon Mac auszuführen - weder nativ über Bootcamp, noch virtuell über eine Virtualisierungslösung wie beispielsweise Parallels. Oftmals ist dies aber notwendig, da es eben doch noch (Geschäfts-)Software gibt, die eben nur unter Windows läuft. Wie es in diese Richtung weitergehen wird, kann momentan niemand sagen. Apples Software-Chef Craig Federighi hat nun allerdings nochmal in einem Interview mit Ars Technica deutlich gemacht, dass der Ball eindeutig bei Microsoft liegt.
Federighi macht deutlich, dass die benötigten Technologien vorhanden und die Macs auch in der Lage sind, diese zu nutzen. Es liegt nun nur noch an Microsoft, eine ARM-basierte Version von Windows für den Mac zu lizensieren.
"It's really up to Microsoft. We have the core technologies for them to do that, to run their ARM version of Windows, which in turn of course supports x86 user mode applications. But that's a decision Microsoft has to make, to bring to license that technology for users to run on these Macs. But the Macs are certainly very capable of it."
Die Fronten sind also klar. Von Microsoft liegt aktuell allerdings noch kein Statement dazu vor. Man darf aber wohl davon ausgehen, dass auch Micorosft die Entwicklung bei ARM-Prozessoren nicht entgangen sein wird. Insofern dürfte man auch in Redmond großes Interesse daran haben, Windows auf diese Plattform zu bringen.
Seit macOS Big Sur ist es auf einem Apple Silicon Mac möglich, auch iOS-Apps nativ auf einem Mac auszuführen. Voraussetzung hierfür ist, dass die iOS-Entwickler dieser Option nicht aktiv widersprechen. Ob dies nun wirklich Sinn macht, muss man sicherlich für jede App separat entscheiden. Fakt ist jedoch, dass man hierdurch auch von verschiedenen Vorteilen dieser Apps profitieren kann, wie beispielsweise auch von Push Notifications, die iOS-Apps auch auf dem Mac empfangen können. Teilweise ist sogar eine durchaus ordentliche Brauchbarkeit gegeben, unter anderem überraschenderweise auch für meine App zum Blog, die sich auf dem Mac in der iPad-Variante präsentiert - und zwar ohne das ich hierfür irgendwas anpassen musste.

"iOS-Apps auf M1-Macs: Die Vorbereitungen begannen schon vor drei Jahren" vollständig lesen