Wie immer bei der Vorstellung von großen Betriebssystemupdates stellt sich natürlich auch am heutigen Abend die Frage nach den unterstützten Geräten bzw. den Systemvoraussetzungen für die Installation der Updates. Apple hat hierzu bereits auf seinen Webseiten geschaffen. Von iOS 16 werden sämtliche iPhones seit dem iPhone 8 und iPhone 8 Plus unterstützt. In Sachen iPod touch, der erst kürzlich als letzter verbliebener iPod aus dem Programm entfernt wurde, bietet Apple auch keine Unterstützung durch iOS 16 mehr an.

Beim iPad werden von iPadOS 16 alle iPad Pro, das iPad Air ab der 3. Generation sowie das Einstiegs-iPad und das iPad mini ab ihrer jeweiligen 5. Generation unterstützt.

Wie immer gilt allerdings, dass vermutlich nicht alle auf der Keynote gezeigten neuen Funktionen auch wirklich auf allen Geräten unterstützt werden. Hier wird Apple in den kommenden Wochen und Monaten noch Klarheit schaffen.
In Sachen watchOS 9 schauen erstmals auch Besitzer der Series 3 in die Röhre. Ihnen wird das Update nicht angeboten, obwohl Apple das Modell Stand jetzt immer noch offiziell im Programm hat.

Ebenso wie bei iOS stellt sich natürlich auch bei macOS jedes Jahr die Frage, welche Geräte denn wohl von dem jüngsten Betriebssystem-Update noch unterstützt werden. Auch hier hat Apple inzwischen für Aufklärung gesorgt. In diesem Jahr fallen durchaus mal wieder einige Macs durchs Raster, so dass die ältesten noch unterstützten Macs nun aus dem Jahr 2017 stammen, also maximal fünf Jahre alt sind. Die jeweils unterstützten Geräte-Generationen können der folgenden Grafik entnommen werden.



Wie nach einer WWDC-Keynote gewohnt, hat Apple vor wenigen Minuten die ersten Betaversionen von iOS 16, iPadOS 16, macOS Ventura, tvOS 16 und watchOS 9 für registrierte Entwickler veröffentlicht. Die sogenannten Developer Previews können ab sofort aus Apples Developer Center geladen werden. Ebenfalls zum Download bereits stehen die erste Betas von Xcode 14 und des Metal Developer Tools for Windows. Die finalen Versionen der aktuell im Betastadium befindlichen Software stehen dann als kostenlose Updates im Herbst für alle Nutzer von unterstützten Geräten zur Verfügung. Teilnehmer am Public Beta Programm erhalten laut Apple kommenden Monat Zugriff auf die Previews.

Apples heutige Keynote zur Eröffnung der diesjährigen WWDC ist bereits Geschichte und ich persönlich finde die Weiterentwicklungen von macOS, iOS und iPadOS absolut gelungen. Schön war zudem, dass es Apple dieses Mal gelungen ist, tatsächlich doch die eine oder andere Funktion bis zur Keynote unter Verschluss zu halten, so dass auch verschiedene unerwartete Neuerung zu bestaunen waren. Stars des Abends waren natürlich iOS 16, iPadOS 16 macOS Ventura. Aber auch die vielen kleinen Neuerungen und Anpassungen in den Systemen, für die während der Keynote keine Zeit mehr war, hatten es in sich.
Inzwischen ist es nun auch möglich, sich die Veranstaltung und damit auch die Vorstellung der neuen Betriebssysteme noch einmal ganz in Ruhe anzuschauen. Hierfür steht auf den Apple-Servern der Mitschnitt der Keynote als QuickTime-Stream bereit. Ein Klick auf das folgende Bild führt direkt zum Keynote-Stream.

Neben iOS 16 hat Apple auch das Schwestersystem iPadOS 16 am heutigen Abend präsentiert. Darin enthalten sind natürlich auch alle Neuerungen aus iOS 16 und viele aus macOS Ventura. Erstmals bringt Apple nun endlich, endlich auch eine eigene Wetter-App auf das iPad. Dies ist aber nur eine Randnotiz. Mit dem neuen System möchte Apple unter anderem das Zusammenarbeiten mit anderen auf dem iPad verbessern und führt neue Kollaborationsfunktionen ein. So lassen sich beispielsweise andere Nutzer einladen, um den eigenen Displayinhalt zu betrachten oder auch gemeinsam in Echtzeit ein Dokument zu bearbeiten. Dies lässt sich auch direkt in einen Gruppenvideochat in FaceTime integrieren. Später im Jahr wird es dazu auch noch eine neue Freeform-App geben, bei der es sich im Wesentlichen um ein gemeinsam nutzbares, multimediales Whiteboard handelt. Die App wird auch auf dem Mac und dem iPhone verfügbar sein.
Wie erwartet hat sich Apple intensiv dem Nutzererlebnis auf dem iPad gewidmet, um dieses näher an das auf dem Mac zu bringen. Hierzu wird es beispielsweise erstmals anpassbare Toolbars in Apps auf dem iPad geben. In der Dateien-App bekommt man zudem deutlich mehr Möglichkeiten, mit Dateien zu arbeiten. Diese lassen sich künftig beispielsweise umbenennen, duplizieren und einfacher verschieben.
Auch in Sachen Multitasking geht Apple wie erwartet den nächsten Schritt und bringt das bereits in macOS Ventura vorgestellte "Stage Manager" auch auf das iPad. Auf diese Weise kann man künftig noch schneller wechseln und erstmals auch die Fenster mehrerer Apps gleichzeitig anzeigen. Hierbei lassen sich dann auch in der Tat die Fenster in ihrer Größe verändern, auch wenn dies in der Präsentation noch ein Stück weit eingeschränkt wirkte. Unklar ist zudem, ob diese Funktion auf iPads mit M1-Chip beschränkt ist. Gerade aber auch in Kombination mit Continuity sind die sich heirdurch ergebenden Möglichkeiten riesig.
Wie auch schon in macOS Ventura versucht Apple mit iPadOS 16 das Thema Gaming auf dem iPad zu forcieren. Hierzu kommt auch auf dem iPad Metal 3 zum Einsatz. Und auch das gute alte Game Center feiert ein überraschendes Comeback und soll zu einer Art sozialem Netzwerk von Spielern werden. Hierzu wird auch SharePlay integriert, so dass man unkompliziert Mutliplayer-Spiele mit anderen Spielern starten kann. Auch hier werden ebenfalls iOS und macOS angebunden.
Nachdem Apple im vergangenen Jahr sein macOS-Betriebssystem auf den Namen Monterey getauft hatte, hört Version 13 auf den Namen "Ventura". Eine große neue Funktion ist darin der "Stage Manager", der dabei helfen soll, die geöffneten Programmfenster und Spaces zu organisieren. Dabei wird die App, mit der aktuell gearbeitet wird ins Zentrum gerückt, während die anderen geöffneten Fenster als Stapel am linken Displayrand angezeigt werden. Möchte man dennoch mehrere Fenster gleichzeitig im Fokus haben, lassen sich diese auch vollkommen frei gruppieren. Die Spotlight-Suche wird in macOS Ventura deutlich mächtiger, findet noch mehr Inhalte und kann noch mehr Informationen anzeigen.
Eine der am meisten genutzten mitgelieferten Apps ist die Mail-App. Diese wird künftig unter anderem in der Lage sein, versendete Nachrichten zurückzurufen oder auch das Versenden einer Mail auf einen bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu legen. Erneut legt Apple auch Hand an seinen Browser Safari. Nachdem man mit den Änderungen am Design im vergangenen Jahr eine ziemliche Bauchlandung hinlegte, konzentiert man sich in diesem Jahr vor allem auf mehr Datenschutz und eine bessere Kompatibilität mit den aktuellen Webstandards. Zudem geht man einen ersten Schritt hin zur Ablösung von Passwörtern. Das neue Zauberwort lautet "Passkeys". Diese werden lokal auf dem Gerät für spezifische Webseiten mithilfe von Touch ID erzeugt und lassen sich in Safari direkt zur Anmeldung an den unterstützten Diensten verwenden.
Sämtliche Geräte im eigenen Apple-Ökosystem werden durch neue Continuity-Funktionen noch enger verknüpft. Unter anderem wird die Funktion auf FaceTime ausgeweitet. So werden Gespräche, die auf einem iPhone begonnen wurden, automatisch auf einen Mac übergeben, sobald man sich an diesen anmeldet. Dank "Continuity Camera" lässt sich die iPhone-Kamera künftig als Webcam am Mac nutzen. Dabei werden auch "Center Stage", Studiolight und die Porträtfunktion unterstützt. Neben FaceTime werden dabei auch sämtliche anderen Videochat-Apps unetrstützt. Später im Jahr wird Apple dazu auch eine spezielle iPhone-Halterung anbieten.
Ein wenig überraschend rückt Apple auch das Thema Gaming auf dem Mac in den Fokus. Begründet wird dies mit der Rechenpower der Apple Silicon Prozessoren. Dank Metal 3 kann die volle Power an Grafikleistung auf den Apple Silicon Macs ausgenutzt werden und dank verschiedener APIs für die Entwickler sollen Spiele auf dem Mac künftig noch realistischer, flüssiger und ruckelfreier laufen als jemals zuvor.
Wie erwartet hat Apple heute auf der WWDC den Startschuss für die zweite Generation seiner Apple Silicon Prozessoren für den Mac gegeben. Der erste Vertreter wird dabei der M2-Chip sein. Apple betont nach wie vor, dass es das Ziel sei, mehr Leistung bei weniger Energiebedarf zu erzielen. Unter anderem ist es Apple beim M2 gelungen, die Leistung um 18% gegenüber dem ursprünglichen M1 zu steigern. Der Datenbus soll sogar um 50% schneller arbeiten und der M2 verfügt über zwei zusätzliche GPU-Kerne gegenüber dem M1. Auch bei weiteren Spezifikationen hat Apple seinen Prozessor weiterentwickelt, auch wenn die Fortschritte erwartungsgemäß nicht so beeindruckend sind wie bei der Vorstellung des M1.
Der erste Mac, der den M2-Chip erhält ist wie erwartet das MacBook Air. Ebenfalls wie erwartet präsentiert es sich in einem neuen Design, welches erstmals nicht mehr zur vorderen Kante hin dünner wird, sondern einfach insgesamt extrem dünn ist. Prinzipiell sieht es vom Design her aus wie ein extrem dünnes MacBook Pro. Es ist zugeklapppt nur 11,3 mm dick und erhält nun auch erstmals einen MagSafe-Ladeanschluss. Das Liquid Retina Display hat kaum noch einen Rahmen, so dass es nun auf eine Diagonale von 13,6" kommt. Die neue 1080p Kamera befindet sich wie beim MacBook Pro künftig in einem Notch.
Das neue MacBook Air kommt wie erwartet in den vier Farben spacegrau, silber, gold und dunkelblau auf den Markt. Der Preis beginnt bei 1.199,- US Dollar und es kann ab kommenden Monat bestellt werden.
Etwas überraschend kommt auch das 13" MacBook Pro bereits in den Genuss des M2-Chip. Hier gab es zuletzt anders lautende Gerüchte. Ansonsten verändert Apple den laut eigener Aussage "zweitbeliebtesten Mac" jedoch nicht, was auch bedeutet, dass das 13" MacBook Pro kein nahezu rahmenloses Display und damit auch keinen Notch bekommt.
Das neue 13" MacBook Pro beginnt preislich bei 1.299,- US Dollar und kann ab kommenden Monat bestellt werden.
Auf der WWDC-Keynote hat Apple am heutigen Abend wie erwartet auch einen ersten Blick auf watchOS 9 gewährt. Selbstverständlich enthält das Update unter anderem wieder verschiedene neue Zifferblätter, die sich auch personalisieren lassen. Hinzu kommen verschiedene kleine Verbesserungen und Änderungen an verschiedenen Ecken und Enden des Systems. Unter anderem präsentieren sich Benachrichtigungen nun ähnlich wie auf dem iPhone mit einem kleinen Banner am oberen Displayrand und mit speziellen Komplikationen lassen sich noch mehr Informationen auf dem kleinen Display darstellen.
Auch weitere ausgeweitete Gesundheits- und Fitnessfunktionen werden in watchOS 9 enthalten sein. Beispielsweise wird die Apple Watch in der Lage sein, den Laufstil beim Joggen zu analysieren und Tipps zu Verebsserungen zu geben. Generell steht das Joggen im Fokus und liefert künftig deutlich mehr Informationen, unter anderem Herzschlag-Zonen. Gesprochene Benachrichtigungen weisen einen darauf hin, ob man sich gerade in der optimalen Zone bewegt oder nicht. Über sämtliche Workouts hinweg liefert die Apple Watch künftig deutlich mehr und detailliertere Informationen.
Die Schlafanalyse auf der Apple Watch wird durch Schlafphasen erweitert. Diese analysieren künftig beispielsweise, wie lang die REM, die Tiefschlaf oder die Leichtschlafphasen waren. Als Apple Watch Nutzer kann man diese Daten auch zu Forschungszwecken teilen. Die Herzschlaganalyse kann künftig auch auf vergangene Daten zugreifen und diese analysieren. Hierdurch kann über einen längeren Zeitraum beobachtet werden, ob sich Herzprobleme anbahnen. Muss man regelmäßig Medikamente zu sich nehmen, kann man dies in der Health-App hinterlegen und die Apple Watch (oder auch das iPhone) erinnert einen dann zu den festgelegten Zeiten an die Einnahme. Auf Basis der hinterlegten Medikamente analysiert die Health-App zudem, ob sich durch die gleichzeitige Einnahme der Medikamente Gefahren ergeben könnten.
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