Skip to content

Apple Silicon und macOS Big Sur: Apple veröffentlicht Updates für verschiedene seiner Mac-Apps

Passend zu der gestrigen Veröffentlichung von macOS Big Sur hat Apple in der Nachr auch verschiedene Updates für seine Apps veröffentlicht, die diese an das neue Mac-Betriebssystem anpassen. So stehen die iWork-Apps Pages, Numbers und Keynote inzwischen in Version 10.3.5 zum Download bereit und bringen dabei neue quadratische Icons und laut Beschreibungstext ein "optimiertes neues Design unter macOS Big Sur" mit. Hinzu gesellen sich die gewohnten Stabilitäts- und Leistungsverbesserungen. Parallel wurden auch die iOS-Versionen der Apps mit diesen Stabilitäts- und Leistungsverbesserungen aktualisiert.

Neben den iWork-Apps hat Apple auch seiner Video-App iMovie und seiner Musik-App GarageBand für den Mac Updates spendiert. Während bei iMovie lediglich Optimierungen für Apple Silicon vermeldet werden, stehen bei GarageBand ein neues Icon, das an macOS Big Sur angepasste Design sowie Stabilitäts- und Leistungsverbesserungen im Mittelpunkt. Apple schreibt im AppStore-Text:

  • Überarbeitetes Design unter macOS Big Sur
  • Verbesserte Leistung und Effizienz auf Mac-Computern mit Apple Silicon
  • Anpassen der Farbe von Regionen in Spuren
  • 1800 neue Apple Loops aus einer Vielzahl von Genres wie Hip-Hop, Chill Rap, Future Bass, New Disco, Bass House und mehr
  • 190 neue Instrument-Patches und über 50 neue Vintage- und Modern-Drum-Kits

Auch die Profi-Apps in Apples Portfolio haben in der vergangenen Nacht Aktualisierungen zur Anpassung an macOS Big Sur und Apple Silicon erhalten. Final Cut Pro und Logic Pro, die beiden Apps zur professionellen Video- und Audiobearbeitung springen auf Version 10.5 bzw. 10.6 und enthalten neben den Anpassungen zudem auch Optimierungen bei der Nutzung der Neural Engine im M1-Chip mit. Bei beiden Apps verabschiedet sich Apple vom bisher verwendeten X im Namen (wie auch schon bei macOS Big Sur, welches nicht mehr in die OS X Reihe fällt) und schreibt in den Releasenotes zu Final Cut Pro:

  • Verbesserte Leistung und Effizienz auf Mac-Computern mit Apple Prozessor
  • Beschleunigte Analyse auf Basis maschinellen Lernens bei „Intelligentes Anpassen“ mithilfe der Apple Neural Engine auf Mac-Computern mit Apple Prozessor
  • Erstellen von Kopien deiner Mediathek und automatisches Umcodieren von Medien in ProRes Proxy oder H.264 in verschiedenen Auflösungen

In den Releasenots für Logic Pro heißt es:

  • Verbesserte Leistung und Effizienz auf Mac-Computern mit Apple Prozessor
  • Neue Option zum Steuern des Step Sequencers mithilfe von Logic Remote auf dem iPad oder iPhone, um Beats, Bassläufe und melodische Abschnitte zu erstellen
  • Unterstützung für alle Novation Launchpad-Controller
  • Stabilitäts- und Leistungsverbesserungen

Wie gewohnt, wurden auch die kleineren Apps im Dunstkreis der Profi-Apps, namentlich MainStage, Compressor, Motion und Logic Remote mit kleineren Updates versorgt, die für die notwendige Kompatibilität sorgen.

Apple-Manager im Interview zum M1-Chip den neuen Macs und zu macOS Big Sur

Die Vorstellunf der ersten auf "Apple Silicon" basierenden Macs inklusive des ersten Chips aus dieser Reihe mit dem Namen M1 ist sicherlich das große Thema der zurückliegenden Apple-Woche. Gegenüber den Kollegen von The Independent haben sich nun Apples Software-Chef Craig Federighi, Hardware Engineering VP John Ternus und Marketing-Chef Greg Joswiak in einem Interview zur Zukunft des Macs geäußert, die zweifellos im "Apple Silicon" liegt. Vor allem wurden dabei auch Apples vollmundige Versprechungen zur Leistungsfähigkeit des M1-Chips thematisiert. Und die ersten Benchmarks der neuen Geräte belegen, dass Apple hierbei nicht übertrieben hat.

"Hair Force One" Craig Federighi gibt hierauf angesprochen zu Protokoll, dass man selbst überrascht war, wie stark der M1 letzten Endes geworden ist - und das nicht nur bezogen auf die Leistung, sondern auch auf die Energieeffizienz. John Ternus, der auch in der Präsentation am Dienstagabend zu sehen war, ergänzt, dass man erst während der Entwicklung erkannt habe, dass der M1-Chip deutlich mehr zu leisten im Stande sein würde, als man zunächst erwartet hatte. Dies habe das Team dann nur noch mehr angesport, auch das Letzte aus dem Chip herauszuquetschen.

Auch die Bezeichnung des Chips wurde während des Interviews thematisiert. Hierzu erklärt der neue Marketing-Chef Greg Joswiak, dass "M1" einfach eine Menge Sinn für einen Mac-Chip ergeben würde. Bei den A-Serien-Chips in den iOS-Geräten stehe das "A" für "Apple", in den Kopfhörern steht das "H" für "Headphones" und bei den M-Serien-Chips steht das steht das "M" eben für "Mac". It's just that simple.

Vor allem unter den Nutzern ist seit der Vorstellung eine Diskussion entbrannt, worin denn nun eigentlich genau die Unterschiede zwischen den Chips im MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini liegen würden. Laut Federighi bestehe dieser vor allem im Hitzemanagement. So kommt im neuen ?MacBook Air? kein klassischer Lüfter mehr zum Einsatz, so dass er passiv gekühlt wird. Im MacBook Pro kommt hingegen ein aktives Kühlungssystem zum Einsatz, welches zu einer schnelleren Leistung führt.

Durch die engere Heranführung von macOS an iOS mit macOS Big Sur kamen in den vergangenen Wochen auch wieder verstärkt Gedankenspiele auf, wonach Apple mittelfristig eine komplette Zusammenführung der beiden Systeme anstreben würde. Dem widersprechen die Apple-Manager nun erneut in dem Interview. Laut Federighi gebe es keine geheimen Pläne, irgendwetwas daran zu ändern, wie der Mac arbeitet und auch ein Touchscreen-Mac sei für Apple keine Option.

"We're living with iPads, we're living with phones, our own sense of the aesthetic - the sort of openness and airiness of the interface - the fact that these devices have large retina displays now. All of these things led us to the design for the Mac, that felt to us most comfortable, actually in no way related to touch."

Das komplette Interview mit Federighi, Joswiak und Ternus ist durchaus eine Lektüre wert und kann auf der Webseite von The Independent eingesehen werden.

Apple veröffentlicht macOS Big Sur

In der Vergangenheit wurde Apple oft vorgeworfen, Dinge viel zu weit im Voraus anzukündigen und dann das genannte Datum nicht einzuhalten. Diesen Vorwurf kann man dem Unternehmen nun bei macOS Big Sur nicht machen. Bis vergangenen Dienstag lediglich als "Erhältlich im Herbst." angekündigt, verriet man auf dem Event vorgestern Abend, dass das diesjährige große Mac-Update bereits am heutigen Abend zum Download für alle unterstützten Macs zur Verfügung stehen wird. Das Update erfolgt über die Systemeinstellungen oder den Mac AppStore eines kompatiblen Macs, wo es inzwischen mit einer Downloadgröße von gut 12,5 GB auftaucht.

Bei macOS Big Sur hat sich Apple direkt die komplette Benutzeroberfläche vorgenommen und viele Bedienelemente und das gesamte Erscheinungsbild überarbeitet. Vieles erinnert jetzt ein bisschen mehr an die Optik von iOS und iPadOS. Unter anderem sind die Icons der mitgelieferten Mac-Apps nun wie auf iPhone und iPad quadratisch. Hierdurch soll künftig eine einheitliche Design-Sprache über alle Apple-Systeme gelten. Das Kontrollzentrum wandert unter macOS Big Sur vom iPhone und iPad auch auf den Mac und im überarbeiteten Notification Center lassen sich künftig neue und weitere Widgets unterbringen. Die beliebtesten Mac-Apps erhalten alle eine Überarbeitung, unter anderem iMessage und Apple Karten, die sämtliche aus iOS 14 bekannte Neuerungen auch auf dem Mac erhalten werden.

Mac Catalyst bekommt neue Möglichkeiten, um iPad-Apps noch einfacher besser auf den Mac zu bringen. So soll sich die gesamte App noch mehr "wie für den Mac gemacht" anfühlen und von Menüs und den zur Verfügung stehenden Pixeln noch besser Gebrauch machen. Zudem wurden die neue Karten-App und die neue iMessage-Version per Catalyst auf den Mac gebracht.

Auch der Apple-Browser Safari wurde in seiner Version 14 erneut einer kompletten Frischzellenkur unterzogen und in macOS Big Sur enthalten. Eine personalisierte Startseite kann hier nun Webseiten-Favoriten ebenso enthalten, wie später-lesen Artikel oder einen eigenen Hintergrund. Zu jeder Webseite lässt sich künftig ein Datenschutz-Bericht anzeigen. Zudem haben sich die Gerüchte bewahrheitet, wonach Safari künftig eine eingebaute Funktion besitzen wird, mit der sich Webseiten in andere Sprachen übersetzen lassen.

Den auf den ersten Blick nicht unbedingt sichtbaren größten Sprung in Sachen macOS nimmt Apple unter der Haube vor. So gehört Big Sur nicht mehr in die OS X Familie (Version 10), sondern vollzieht den Sprung auf macOS-Version 11. Zu erklären sein dürfte dies damit, dass Big Sur selbstverständlich für die Apple Silicon Prozessoren optimiert ist und damit die nächste Ära des Mac einläutet.

Bevor ihr den Download startet, empfehle ich noch einmal einen Blick in meine heute Vormittag veröffentlichte macOS Big Sur Update-Checkliste. Wichtigste Punkte: Vor dem Update unbedingt ein Backup anfertigen und prüfen, ob eure Apps mit Big Sur kompatibel sind. Grundsätzlich kann es sich auch durchaus empfehlen, mit dem Update zu warten und zunächst die ersten Rückmeldungen im Internet abzuwarten, ob irgendwelche größeren Probleme mit dem neuen Update aufgetaucht sind.

Die große macOS Big Sur Update-Checkliste

Es dauert nicht mehr lange, dann wird Apple irgendwann am heutigen Abend den Download der finalen Version von macOS Big Sur freigeben. Bevor es soweit ist, bleibt aber noch ein wenig Zeit, um sich noch einmal kurz mit den wichtigsten Dingen vorab auseinanderzusetzen. Wichtigste Maßnahme vor jedem macOS-Update ist stets das Anlegen eines Backups. Apple beschreibt die hierbei zur Verfügung stehenden Methoden in einem eigenen Support-Dokument. Ich persönlich lege meine Backups nach wie vor über die integrierte Methode der Time Machine an. Auch hierzu gibt es noch einmal ein gesondertes Support-Dokument. Sinnvoll ist parallel auch noch ein gesondertes Backup der wichtigsten Dateien, entweder auf einem separaten Backup-Medium oder in der Cloud. Die Wichtigkeit eines Backups kann gar nich stark genug betont werden. Nichts ist ärgerlicher als der Verlust von Daten an denen Emotionen hängen, wie beispielsweise Fotos, etc. Also: Macht regelmäßig Backups!

Eine wichtige Maßnahme vor dem Einspielen eines großen macOS-Updates ist auch immer die Überprüfung der Kompatibilität wichtigsten installierten Programme. Daher sollte auch dieses Mal wieder die App-Kompatibilität vor der Installation von macOS Big Sur geprüft werden. Eine gute Anlaufstelle bietet hier die Webseite Roaring Apps. Solltet ihr also noch Apps haben, bei der die Unterstützung unklar ist, solltet ihr von dem Update auf macOS Big Sur zunächst absehen oder euch zuvor beim zuständigen Entwickler rückversichern.

Ein Beispiel für eine beliebte Anwendung, die aktuell noch mit diversen Problemen im Zusammenhang mit macOS Big Sur zu kämpfen hat, ist Carbon Copy Cloner, bei dem die von früheren Versionen gewohnte Funktionalität (noch) nicht in vollem Umfang zur Verfügung steht.

Solltet ihr das Update hingegen direkt zur Verfügbarkeit installieren wollen, solltet ihr zudem überprüfen, ob ihr für die Installation noch genügend Speicherplatz auf dem Gerät frei habt. Sollte dem nicht so sein, liefert Apple ebenfalls in einem Support-Dokument wertvolle Unterstützung. Grundsätzlich sollte in etwa doppelt soviel Speicherplatz vorhanden sein, wie der Download des Updates groß ist. Mit ca. 6 GB sollte man auf der sicheren Seite sein. Sollten diese nicht zur Verfügung stehen, bleibt nun noch ein wenig Zeit, den angesammelten Datenmüll mal ein wenig auszumisten.

Während eines Update-Prozesses ist es unbedingt erforderlich, dass dieser nicht plötzlich unterbrochen wird. Aus diesem Grunde muss unbedingt eine stabile Stromversorgung sichergestellt sein. Selbstverständlich benötigt man auch eine möglichst schnelle und stabile Internetverbindung um das Update laden zu können.

Last but not least erfordert die Installation des Updates einen Neustart des Geräts, weswegen man in jedem Fall neben den lokalen Anmeldedaten des Macs auch seine Apple-IDs für iCloud und den AppStore benötigt.

Trotz der ausgiebigen Betaphase der neuen Software können kleinere Bugs und Kinderkrankheiten in dem Update natürlich nicht ausgeschlossen werden. Daher hat es sich in der Vergangenheit auch das eine oder andere Mal bewährt, nicht gleich am ersten Abend das Update zu laden, sondern erst die ersten Erfahrungswerte abzuwarten.


Abschließend noch einmal die einzelnen Punkte der Checkliste im Überblick, zum Audrucken oder "Auf-den-Schreibtisch-legen":

  • Backup anlegen
  • Geräte-Unterstützung prüfen
  • App-Kompatibilität checken
  • Freien Speicherplatz prüfen
  • Stromversorgung sicherstellen
  • Netzwerkverbindung sicherstellen
  • Passwörter parat haben
  • Im Zweifel ein paar Tage abwarten

Erste Benchmarks: MacBook Air mit M1-Chip schneller als so gut wie alle anderen verfügbaren Macs

Bereits gestern Abend hatte ich berichtet, dass die angesehenen Chip-Spezialisten von AnandTech Apple durchaus Glauben schenken wenn es um die Performancezugewinne durch den am Dienstagabend vorgestellten M1-Chip, den ersten aus der "Apple Silicon" Reihe für den Mac geht. Dies wird nun auch eindrucksvoll durch die ersten Benchmark-Ergebnisse belegt, die inzwischen in der Geekbench-Datenbank aufgetaucht sind. Das erste Ergebnis stammt von einem neuen ?MacBook Air? mit 8 GB RAM, weist eine Single-Core Punktzahl von 1.687 und einen Multi-Core Wert von 7.433 Punkten aus. Den Benchmark-Ergebnissen zufolge läuft der M1-Chip mit einer Basis-Taktfrequenz von 3,2 GHz.

Der Vergleich mit verschiedenen bestehenden Geräten fällt beeindruckend aus. Wie zu erwarten lässt das MacBook Air mit seinem M1-Chip sämtliche bislang vorgestellten iPhones und iPads hinter sich. Zum Vergleich: Das iPhone 12 Pro, derzeit das schnellste iPhone in der Geekbench-Datenbank kommt auf 1.584 bzw. 3.898 Punkte, das schnellste iPad, also das iPad Air (beide mit A14 Bionic Chip bestückt) auf 1.585 bzw. 4.647 Punkte. Im Vergleich mit den aktuellen restlichen Macs ist das neue MacBook Air im Single-Core Modus schneller als jeder andere verfügbare Mac. Im Multi-Core Modus schlägt das Air sogar das aktuelle 16" MacBook Pro in seiner High-End Ausstattung mit dem 2,4 GHz Intel Core i9 Prozessor der 10. Generation (1.096 bzw. 6.870 Punkte). Zu bedenken ist dabei, dass die oben genannten Werte lediglich die reine CPU-Leistung widerspiegeln. Dennoch dürfte das 16" MacBook Pro nach wie vor die bessere Gesamtleistung bieten, da es unter anderem über eine dedizierte GPU verfügt, die die CPU bei Bedarf unterstützt.

Single-Core Ergebnisse

Auch Benchmarks für die beiden anderen am Dienstag vorgestellten Macs fallen in einen ähnlichen Bereich. So kommt der Mac mini auf einen Single-Core Wert von 1.682 Punkten und einen Multi-Core Wert von 7.067. Das 13" MacBook Pro kommt mit einem M1 Chip und 16 GB RAM auf eine Single-Core Punktzahl von 1.714 und eine Multi-Core Punktzahl von 6.802. Wie auch das ?MacBook Air? wird die Taktfrequenz des M1-Chips hier mit 3,2 GHz angegeben.

Multi-Core Ergebnisse

Heute Abend kommt macOS Big Sur

Auf dem "One More Thing" Event am vergangenen Dienstag hatte verkündet, dass man die finale Version von macOS Big Sur am 12. November für alle Nutzer eines unterstützten Macs zum kostenlosen Download bereitstellen werde. Ein Blick auf den Kalender verrät: Dieses Datum ist heute. Insofern dürfte der Download heute Abend um 19:00 Uhr stehen. Dabei stellt das diesjährige macOS-Update eine echte Zäsur dar. So verabschiedet sich Apple damit endgültig vom guten alten OS X und führt das neue System erstmals unter der Versionsnummer 11. Dies rührt unter anderem auch daher, dass macOS Big Sur das erste Mac-Betriebssystem sein wird, welches komplett auch für die neuen "Apple Silicon" Prozessoren optimiert ist, die die Zukunft des Mac darstellen.

In Sachen Geräte-Kompatibilität hat Apple in diesem Jahr hingegen deutlich den Rotstift angesetzt, so dass einige ältere Mac-Generationen nicht mehr von macOS Big Sur unterstützt werden. Konkret werden noch die folgenden Macs unterstützt:

  • MacBook ab 2015
  • MacBook Air ab 2013
  • MacBook Pro ab Ende 2013
  • Mac mini ab 2014
  • iMac ab 2014
  • alle iMac Pro
  • Mac Pro ab 2013

Eine komplette Liste lässt sich auch auf den Webseiten zu macOS Big Sur einsehen. Ähnlich wie bei den iOS-Geräten heißt die generelle Unterstützung des Systems allerdings noch nicht, dass auch wirklich alle neuen Funktionen auch auf allen Macs zur Verfügung stehen. Selbstverständlich melde ich mich heute Abend noch einmal mit einem entsprechenden Artikel, sobald der Download steht.

"Apple Silicon": Diese Macs könnten als nächstes an der Reihe sein

Die ersten drei Macs auf Basis von "Apple Silicon" wurden gerade erst vorgestellt, da wird bereits über Apples weitere Pläne spekuliert. Wie auf der WWDC im Sommer angekündigt, hat sich Apple vorgenommen, innerhalb von zwei Jahren die Umstellung der kompletten Mac-Linie von Intel-Prozessoren auf die selbstdesignten Chips zu vollziehen. Dies hat das Unternehmen auf dem Event am Dienstagabend auch noch einmal unterstrichen. Noch hat man aber keine konkreten Pläne für die weiteren Umstellungen bekanntgegeben, weswegen die folgende Liste lediglich die Informationen der einschlägigen, wenngleich auch zuverlässigsten Apple-Analysten und Insider darstellen.

  • 16" MacBook Pro: Anfang des Monats wurde das neue Modell von Bloomberg bereits für das Event am vergangenen Dienstag in Aussicht gestellt. Inzwischen ist klar, dass dies eine Fehlinformation war. Allerdings dürfte es als unbestritten gelten, dass sich der große Bruder des bereits mit M1-Chip laufenden 13"-Modells in der Entwicklung befindet. Der bekannte Apple-Analyst Ming-Chi Kuo berichtete jüngst allerdings, dass mit einem entsprechenden Gerät vermutlich erst im kommenden Sommer, wahrscheinlich dann zur WWDC 2021 zu rechnen ist.
  • 14" MacBook Pro: Ebendieser Ming-Chi Kuo berichtete zudem im Sommer, dass sich neben dem 16" MacBook Pro auch ein 14"-Modell in neuem Design in der Entwicklung befinden soll. Auch dieses Gerät könnte auf der WWDC im kommenden Jahr präsentiert werden. Angeblich soll das Gerät dann auch mit einem Mini-LED Display bestückt sein.
  • 24" iMac: Auch in Sachen iMac hatte sich Ming-Chi Kuo bereits zu Wort gemeldet und sieht ein 24"-Modell in neuem Design frühestens Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres. Auch dieses Gerät dürfte dann mit einem "Apple Silicon" Prozessor ausgestattet sein. Da es sich dabei um den ersten Desktop-Chip von Apples Prozessoren handeln dürfte, wird die Präsentation vermutlich auf einem Event stattfinden. Hier könnte sich das inzwischen traditionelle März-Event anbieten.
  • Mac Pro: Anfang des Monats berichteten die Kollegen von Bloomberg, dass Apple auch bereits an einem auf "Apple Silicon" basierenden Mac Pro arbeiten soll, der nur noch halb so groß sein soll wie das aktuelle Modell. Unklar ist, ob der neue Mac Pro das aktuelle Modell nach seiner Vorstellung ersetzen oder er ergänzend zum jetzigen Modell angeboten wird. Da der Mac Pro der leistungsstärkste Rechner in Apples Portfolio ist, wird allerdings damit gerechnet, dass dieser vermutlich als eines der letzten Modelle auf "Apple Silicon umgestellt wird.

Die zwei Jahre, die sich Apple als Zeitrahmen für die Umstellung gesetzt hat, werden allgemein als ambitioniert angesehen. Allerdings galt dies auch bereits bei der Umstellung von PowerPC- auf Intel-Prozessoren. Und diese hatte Apple bekanntermaßen deutlich vor dem selbstgesteckten Zeitplan abgeschlossen. Man darf also gespannt sein, wie es in Sachen "Apple Silicon in den kommenden Monaten weitergeht.

AnandTech hält Apples Leistungs-Aussagen zum M1-Chip für plausibel

Bei der Vorstellung des ersten eigenen Mac-Prozessors namens M1 am gestrigen Abend lieferte Apple eine wahre Zahlenschlacht. 3x schneller, 6x schneller, 11x schneller, alles war gefühlt schneller als das was man gewohnt ist. Apple wurde nicht müde zu betonen, dass der M1-Chip in Sachen Geschwindigkeit so gut wie alles in den Schatten stellen wird, was man bisher von Intel und anderen Prozessor-Herstellern kannte. Handfeste Belege gibt es hierfür bislang natürlich noch nicht. Nun erhält Apple jedoch Bestätigung aus berufenem Munde.

Die Chip-Spezialisten von AnandTech haben sich intensiv mit dem M1-Chip auseinandergesetzt und zeigen sich geschockt, geschockt von der (angeblichen) Leistungsfähigkeit des "Apple Silicon". Allerdings sind die Kollegen nach ihrer Analyse der zur Verfügung stehenden Informationen durchaus der Meinung, dass Apple mit seinen Aussagen nicht übertrieben habe.

Rein technisch sieht es so aus, als werde der in den M1-Chip integrierte Speicher höchst effizient gekühlt, da dieser nicht auf, sondern neben der Prozessoreinheit platziert wurde. Offenbar verwendet Apple im M1-Chip denselben 128-Bit DRAM-Bus, der auch in den A-Serien Chips in iPhone und iPad zum Einsatz kommt. Im Gegensatz zu den 8 MB L2-Cache im A14-Chip sieht es beim M1-Chip allerdings so aus, als würde Apple hier einen 12 MB Cache verwenden. Durch diesen zusätzlichen Cache dürften die vier "Firestorm" CPU-Kerne des "Apple Silicon" noch einmal ein Stück weit schneller sein als der A14-Chip. Nimmt man diesen als Benchmark und vergleicht die Leistungsfähigkeit des M1 mit aktuellen Prozessoren von Intel und AMD, kommt AnandTech zu dem Schluss, dass Apple offenbar nicht übertriebt wenn man behaotet, den schnellsten CPU-Kern der Welt geschaffen zu haben.

Zum "Beweis" haben die Kollegen den A14-Chip gegen einen AMD Rizen 9 5950X und einen Intel i7-1185G7 antreten lassen und kommt dabei zu dem erschütternden Schluss, dass dieser den aktuell besten PC-Prozessoren auf dem Markt kaum nachsteht. Während Intel in den vergangenen fünf Jahren die Single-Core Leistungsfähigkeit seiner Prozessoren um ca. 28% steigern konnte, waren es bei Apple satte 198% im selben Zeitraum. AnandTech kommt daher auch zu dem Schluss, dass Apple gar keine andere Wahl hatte, sich von Intel und der klassischen x86-Architektur zu verabschieden und künftig auf die eigenen Chips zu setzen.

Neben der dramarisch guten Leistung des M1-Chips spielt natürlich auch die Energieeffizienz eine große Rolle, die ebenfalls von AnandTech gelobt wird. Trotz des Leistungszugewinns konnte Apple auf diese Weise zeitgleich auch die Akkulaufzeit seiner MacBooks um gleich mehrere Stunden verlängern. Bei den Chip-Spezialisten zeigt man sich jetzt bereits gespannt auf die Desktop-Varianten der "Apple Silicon" Chips, die innerhalb der kommenden zwei Jahre auf den Markt bringen wird. Die komplette Analyse von AnandTech ist für die technisch interessierten Leser absolut einen Blick wert und kann hier eingesehen werden.