Als Apple in diesem Sommer ankündigte, sich aus dem Print-Geschäft für Fotos, Kalender, Fotobücher, Einladungskarten, etc. über seine Fotos-App zurückzuziehen, war die Trauer hierüber durchaus groß. Zwar waren die Print-Produkte von Apple durchaus hochpreisig, allerdings waren sie qualitativ auch extrem hochwertig. Als Alternative kündigte Apple damals bereits an, dass man künftig stattdessen auf entsprechende Erweiterungen für die Fotos-App zurückgreifen könne. Problematisch ist dabei jedoch, dass viele Anbieter nicht mit der Qualität von Apple mithalten können, was naturgemäß zu Unzufriedenheiten führte.
Damit ist nun jedoch Schluss. So hat inzwischen auch Apples ehemaliger Druckpartner RR Donnelley eine eigene Erweiterung für die Fotos-App in den Mac AppStore gebracht, die nun das ehemalige Apple-Printgeschäft nahtlos fortführt. Als einzige Änderung muss man dabei "in Kauf nehmen", dass nun nicht mehr das Apple-Logo auf den gedruckten Produkten prangt. Ein Umstand, der wohl zu verschmerzen ist.
Die Fotos-Erweiterung von RR Donnelly mit dem Namen Motif kann ab sofort kostenlos über den folgenden Link aus dem Mac AppStore geladen werden: Motif

Irgendwann in den vergangenen Wochen muss Apple einen nicht unerheblichen Schalter im AppStore umgelegt haben. So berichteten mir in den letzten Tagen verschiedene Leser (vielen Dank dafür!), dass sie in den App-Seiten im AppStore die Auflistung von in den Apps enthaltenen In-App Käufen vermissen. Und siehe da, nach einer kurzen Recherche konnte ich dies in der Tat bestätigen. Dies ist tatsächlich neu, wurden die verschiedenen, mit einer App verbundenen In-App Käufe in der Vergangenheit doch stets feinsäuberlich aufgelistet. Ob es sich hierbei um einen Bug handelt oder um blankes Kalkül, kann aktuell noch nicht abschließend gesagt werden, allerdings hatte das plötzliche Verschwinden doch ein mittelschweres G'schmäckle. Wohlgemerkt hatte - inzwischen sind die In-App Käufe auch wieder auf den Seiten der verschiedenen Apps einsehbar. Über den Grund kann nach wie vor nur gerätselt werden. Möglicherweise bereitet Apple aber hinter den Kulissen einen weiteren Umbau des AppStore vor. Und damit viel Spaß mit den AppStore Perlen dieser Woche.
"[iOS] AppStore Perlen 44/18" vollständig lesen
Ein in der vergangenen Woche veröffentlichter Bericht von Students and Scholars Against Corporate Misbehavior (SACOM), einer Organisation für gerechte Arbeitsbedingungen aus Hong Kong sorgt derzeit für Aufregung in Cupertino. Darin heißt es, dass der Apple-Fertiger Quanta eine größere Anzahl von studentischen Arbeitskräften zwischen 16 und 19 Jahren zur Fertigung der Apple Watch eingesetzt habe. Die dabei herrschenden Arbeitsbedingungen stünden nicht im Einklang mit den Vorgaben der chinesischen Regierung und Apples eigenen Standards, so der Bericht. Gegenüber CNN hat Apple nun angegeben, dass man sich intensiv mit dem Bericht beschäftige:
"We are urgently investigating the report that student interns added in September are working overtime and night shifts. We have zero tolerance for failure to comply with our standards and we ensure swift action and appropriate remediation if we discover code violations."
SACOM berichtet, dass man im Sommer 2018 eine eigene Untersuchung bei Quanta angestellt und dabei herausgefunden habe, dass mehrere Schüler und Studenten gezwungen wurden, Praktika bei Quanta zu absolvieren, wenn sie ihren Abschluss nicht verzögern wollen. Einer der Betroffenen wird mit den folgenden Worten zitiert:
"Our school told us that we will be deferred if we don't do the internship. If we resign then we will also receive our graduation certificate half a year later than others."
In seinen Statement gibt Apple an, dass die betroffene Quanta-Produktionsstätte in Chongqing drei Mal zwischen März und Juni auditiert wurde und dabei keinerlei Verstöße gegen die eigenen hohen Maßstäbe festgestellt wurden. Allerdings gab man auch an, dass möglicherweise im September studentische Hilfskräfte in der heißen Phase der Produktion der Apple Watch Series 4 eingestellt wurden. Sollte man Verstöße feststellen, werde man "appropriate actions" hierzu in die Wege leiten.

Augmented Reality ist und bleibt ein heißes Thema bei Apple. Dies zeigt nicht nur der kürzliche Besuch Tim Cooks bei deutschen AR-Entwicklern, auch die Kreativität im AppStore ist ein deutliches Zeichen. Ein aktuelles Beispiel liefert der Lebensmittelhersteller Bad Reichenhaller, der seine 500g Packung AlpenSalz nun mit einem interaktiven Barcode bestückt ausliefert. Dieser lässt sich mit Shazam scannen, woraufhin man auf dem iPhone-Display eine Alpenlandschaft präsentiert bekommt. Dreht und wendet man nun die Packung, bekommt man verschiedene Ansichten und Informationen angezeigt. Eine zwar ungewöhnliche, aber immerhin kreative Anwendung von Augmented Reality auf dem iPhone. Und damit viel Spaß mit den AppStore Perlen dieser Woche.
"[iOS] AppStore Perlen 43/18" vollständig lesen
Ein spannender Hintergrundbericht der Kollegen von TechCrunch wirft einen Blick in die dunklen Ecken des AppStore, in denen geldgierige Entwickler App-Nutzer mit ausgeklügelten Techniken in eine Abofalle locken. Während die sogenannten In-App Subscriptions in den vergangenen Jahren mehr und mehr an Popularität gewonnen haben, werden sie inzwischen sogar von Apple selbst als bevorzugte Monetarisierungsmethode für Apps gepriesen. Das Problem ist jedoch, dass viele Nutzer offenbar nicht das Kleingedruckte lesen. Ein Negativ-Beispiel hierfür ist eine simple App mit dem Namen "Scanner App", die laut SensorTower im Jahr satte 14,3 Millionen US-Dollar generiert.
Kurz nachdem man die App anfängt zu nutzen, wird man zum Abschluss eines Abos aufgefordert, um alle Funktionen nutzen zu können. Alternativ kann man sich auch für ein "Free Trial" entscheiden. Allerdings wird dieses kostenlose Abo bereits nach drei Tagen in eine kostenpflichtige Variante umgewandelt, wie innerhalb der App auch im Kleingedruckten zu lesen ist.
Noch ein wenig perfider ging eine App namens "Weather Alarms" vor, die einen vor die Wahl stellte ein kostenpflichtiges Abo abzuschließen oder ebenfalls ein "Free Trial" zu wählen, welches ebenfalls nach wenigen Tagen kostenpflichtig wurde. Wartete man allerdings ein paar Sekunden, konnte man den Screen auch dank eines erscheinenden X-Button komplett überspringen. Nach einem Hinweis von TechCrunch hat Apple die App inzwischen aus dem Store entfernt.
Grundsätzlich könnte man nun zwar sagen, dass die Nutzer selbst Schuld sind, wenn sie nicht das Kleingedruckte lesen, allerdings werfen die genannten Praktiken natürlich ein schlechtes Licht auf die In-App Abonnements und wirken sich negativ auf die allgemeine Qualität im AppStore aus, wie verschiedene faire Entwickler bemängeln. Dem kann man sich nur anschließen und hoffen, dass Apple solchen Praktiken künftig einen Riegel vorschiebt. Und damit viel Spaß mit den AppStore Perlen dieser Woche.
"[iOS] AppStore Perlen 42/18" vollständig lesen
Fortnite (kostenlos im AppStore) ist ohne Frage schon jetzt einer der ganz heißen Titel des aktuellen AppStore-Jahres. Dies belegen auch neue Zahlen der Kollegen von Sensor Tower. Demnach hat Fortnite inzwischen die Marke von 300 Millionen US-Dollar Umsatz seit seinem Start überschritten, seit das Spiel im März an den Start gegangen ist. 65% dieses Umsatzes stammt dabei aus den USA. Damit haben die Fortnite-Spieler seit dem Start des Spiels täglich 1,5 Millionen Dollar an Umsatz generiert. Und um das Ganze in ein weiteres Verhältnis zu setzen: Der Umsatz von Fortnite liegt im betrachteten Zeitraum um 32% über dem eines anderen AppStore-Hits, nämlich Clash Royale. Und PUGB, der vielleicht direkteste Konkurrent von Fortnite hat seit seinem Start im April einen Umsatz von ca. 47 Millionen Dollar erzielt.
Beeindruckende Zahlen, zumal der Download des Titels zunächst kostenlos ist, was bedeutet, dass der komplette Umsatz über In-App Käufe generiert wird. Im Falle von Fortnite können Spieler sogenannte "V-Bucks" erwerben, um ihre Charaktere mit verschiedenen Gegenständen auszustatten. Ich persönlich bin nach wie vor kein großer Freund von dieser Form der Monetarisierung. Sie scheint allerdings der aktuell einträglichste Weg zu sein. Und damit viel Spaß mit den AppStore Perlen dieser Woche.
"[iOS] AppStore Perlen 41/18" vollständig lesen
Der eine oder andere wird es am Titel bemerkt haben, andere haben sich bereits bei mir gemeldet, was mit den AppStore Perlen sei. Keine Sorge, es gibt sie noch! Ich war zuletzt allerdings beruflich derart eingebunden, dass ich für die aufwendige Recherche schlicht keine Zeit hatte. Daher nun an diesem Wochenende die doppelte Ladung. Sicherlich werden auch einige von euch das Problem kennen, wenn man für bestimmte Sachen keine Zeit findet. Ja, das nervt. Noch schlimmer ist es allerdings, wenn man von seinen Tätigkeiten Leben muss und die ganzen Anstrengungen einfach keinen Ertrag abwerfen wollen.
Und genau dies passiert aktuell bei den Spiele-Entwicklern von Telltale Games, die unter anderem für ihre Walking-Dead-Reihe bekannt geworden sind. Nun steht das Studio jedoch vor dem aus, da man es nicht mehr schafft, den massiv aufgetretenen Finanzproblemen entgegenzuwirken. Die Zahl der Entwickler und sonstigen Mitarbeiter wurde daher bereits auf ein Minimum reduziert. Inzwischen hat man sich zu den schon länger kursierenden Gerüchten geäußert und diese auch bestätigt. In Kürze will man dann bekanntgeben, wie es mit dem Studio und den laufenden Projekten weitergehen soll. Sehr, sehr schade und so sicherlich von außen nicht abzusehen. Und damit viel Spaß mit den AppStore Perlen dieser (und der letzten) Woche.
"[iOS] AppStore Perlen 39/18 und 40/18" vollständig lesen
Bereits seit einigen Jahren erzielt Apple traditionell gute Werte in Sachen Kundenzufriedenheit bei seinen Produkten. Dies setzt sich auch in diesem Jahr im Falle des iPad fort, wie der aktuelle American Customer Satisfaction Index nun belegt. Apple könnte dabei für sein iPad einen Score von 83 erzielen, denselben Wert wie auch im vergangenen Jahr. Damit könnte man seine Spitzenposition vor Amazon, Samsung, ASUS, HP und Lenovo verteidigen.

Laut dem ACSI konnten die Apple-Produkte Bestwerte in nahezu allen relevanten Kategorien erzielen, darunter das generelle Gerätedesign oder auch die verfügbaren Apps. bemerkenswert ist dies vor alle, vor dem Hintergrund, dass Apple in diesem Jahr beinahe sein komplettes iPad- und Mac-Lineup noch nicht aktualisiert hat. Festzuhalten bleibt allerdings auch, dass Amazon die Lücke zu Apple langsam aber sicher schließt. Mit 82 Punkten liegt man gemeinsam mit Samsung nur noch knapp hinter Cupertino.
Für die Ermittlung seiner Werte befragt der ACSI jedes Jahr ca. 250.000 US-amerikanische Konsumenten zu Ihrer Zufriedenheit mit über 380 Unternehmen aus 46 verschiedenen Branchen.