Wie immer bei der Veröffentlichung einer neuen Version von iOS, watchOS und tvOS änderten sich auch in dieser Woche wieder die Nutzungsbedingungen für den iTunes Store. Während die Auswirkungen für den Nutzer dabei eher unerheblich sind und Apple an verschiedenen Stellen lediglich ein wenig das Wording angepasst hat ist eine neue Passage durchaus interessant. So findet man im Abschnitt zum Datenschutz nun einen Hinweis darauf, dass Apple aus verschiedenen Informationen auf dem Gerät einen sogenannten "Device Trust Score" errechnet, um hiermit Betrugsversuche zu unterbinden. Die dabei genutzten Informationen umfassen die Nutzung des Geräts, die ungefähre Anzahl der Telefongespräche oder auch die Anzahl an E-Mails, die man erhält oder sendet. Sämtliche dieser Informationen sind so gehalten, dass Apple hieraus keine konkreten Rückschlüsse auf den Nutzer oder das Gerät ziehen kann, verbleiben jedoch eine nicht näher benannte Zeit auf den Apple-Servern.
Der Hinweis gilt sowohl für iOS-Geräte, als auch das Apple TV, was dahingehend merkwürdig erscheint, da letzteres gar nicht in der Lage ist, Telefongespräche zu führen oder E-Mails zu senden oder zu empfangen. Das Analysieren der genannten Daten sollte kein Grund zur Besorgnis sein. Hierbei handelt es sich weniger um qualitative Daten, wie Inhalte oder Telefonnummern, sondern um rein quantitative, anonyme Nutzungsmuster. Zudem werden diese direkt auf dem Gerät erhoben und berechnet und anschließend nur der angesprochene "Trust Score" an Apple übermittelt. Wie konkret dieser Score anschließend dazu beiträgt, Betrügereien im iTunes- und AppStore zu unterbinden, erklärt Apple nicht. Und damit viel Spaß mit den AppStore Perlen dieser Woche.
"[iOS] AppStore Perlen 38/18" vollständig lesen
Okay, diese Entwicklung war, wenn man mal ganz ehrlich ist, schon irgendwie absehbar. Bereits als "Inbox by Gmail" im Oktober 2014 an den Start ging, konnte man sich eigentlich denken, dass es sich hierbei lediglich um einen Testballon von Google handelte, um neue Funktionen auszutesten und diese dann später in seine Gmail-App zu integrieren. Genau dies steht nun auch an. Wie die Kollegen von Fast Company berichten, wird Inbox im März kommenden Jahres eingestellt. Spätestens mit der Vorstellung des neuen Gmail in diesem Jahr konnte hiermit bereits gerechnet werden. Auch Google selbst hat den geplanten Schritt inzwischen bestätigt und möchte sich fortan voll und ganz auf Gmail als seinen Mailclient konzentieren:
As we look to the future, we want to take a more focused approach that will help us bring the best email experience to everyone. As a result, we’re planning to focus solely on Gmail and say goodbye to Inbox by Gmail at the end of March 2019.
Damit wird mal wieder deutlich, dass das Thema E-Mail nur wenig Raum für Innovationen bietet. Mit Inbox wollte Google eine personalisiertere und smartere Mail-Erfahrung bieten - die Nutzer aber vertrauen offenbar nach wie vor lieber auf den klassischen Ansatz bei ihren E-Mails. Solltet ihr dennoch den Dienst genutzt haben, bietet Google einen Transition Support Guide für den Umzug der Mails und Konfigurationen an. Und damit viel Spaß mit den AppStore Perlen dieser Woche.
"[iOS] AppStore Perlen 37/18" vollständig lesen
Apple hat seine Entwickler in der vergangenen Woche darüber informiert, dass ab dem 03. Oktober sämtliche neu eingereichte Apps und auch alle Updates für bestehende Apps über eine Datenschutzerklärung verfügen müssen, egal ob sie überhaupt Nutzerdaten erfassen oder eine Onlineverbindung nutzen. Bislang war eine solche Erklärung lediglich für Apps erforderlich, die Abonnements anbieten, Apple Pay unterstützen, Apple-Frameworks wie HomeKit, HealthKit oder CareKit nutzen oder eben die Eingabe von persönlichen Daten der Nutzer erfordern. Bestehende Apps werden von Apple nicht aus dem AppStore entfernt, Updates müssen aber wie gesagt, künftig einen Link zu einer Datenschutzerklärung enthalten.
Die neue Regelung gilt auch für Apps für das Apple TV. Da diese keinen Webbrowser unterstützen, müssen Entwickler hier ihre Datenschutzerklärung in ein Textfeld kopieren, welches dann im AppStore oder innerhalb der App angezeigt wird. Grundsätzlich eine gute Idee in Sachen Datenschutz, warum allerdings auch einfachste Apps, die rein gar nichts mit Nutzerdaten zu tun haben, künftig eine entsprechende Erklärung benötigen, erschließt sich mir nicht wirklich. Und damit viel Spaß mit den AppStore Perlen dieser Woche.
"[iOS] AppStore Perlen 36/18" vollständig lesen
Bereits in der vergangenen Woche ging es an dieser Stelle um das Thema In-App Abonnements - eine Art der Monetarisierung, der ich persönlich nicht viel abgewinnen kann. Dennoch scheint der Trend derzeit stark in diese Richtung zu gehen, zumal auch Apple selbst diesen Weg seinen Entwicklern ans Herz legt. Von prominenter Stelle gibt es nun jedoch auch Fürspruch für die Einmalzahlung für Apps - so, wie man es auch von früher kannte. Der Nintendo-Spieleentwickler Shigeru Miyamoto (unter anderem für Super Mario verantwortlich) würde diesen Weg zumindest gerne sehen und hat sogar angedeutet, dass auch Nintendo dies präferieren und darauf hinarbeiten würde. (via Bloomberg)
"We’re lucky to have such a giant market, so our thinking is, if we can deliver games at reasonable prices to as many people as possible, we will see big profits."
Nintendo hat bislang beide Wege unter iOS ausprobiert. Bei "Super Mario Run" verlangte man € 9,99 für das komplette Spiel. In "Animal Crossing: Pocket Camp" und "Fire Emblem Heroes" hingegen versuchte man sich an einem Freemium-Modell mit zahlreichen In-App Käufen. Mit dem wirtschaftlichen Ergebnis war man aber in beiden Fällen nicht restlos zufrieden. Dennoch bervorzuge man bei Nintendo weiterhin ein "Upfront"-Modell bei der Bezahlung:
"I can’t say that our fixed-cost model has really been a success. But we’re going to continue pushing it forward until it becomes entrenched. That way everyone can develop games in a comfortable environment. By focusing on bringing games to the widest range of people possible, we can continue boosting our mobile game business."
Ich persönlich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass sich das Rad hier zurückdrehen lässt. Es ist aus meiner Sicht aber gut zu sehen, dass es offensichtlich in der App- und Spiele-Industrie inzwischen ein gewisses Umdenken gibt. Und ein Vorreiter mit dem Gewicht von Nintendo kann da sicher nicht schädlich sein. Und damit viel Spaß mit den AppStore Perlen dieser Woche.
"[iOS] AppStore Perlen 35/18" vollständig lesen
Apple hat bereits vor einigen Monaten damit begonnen, den AppStore einmal kräftig auszumisten und dabei diverse Apps zu entfernen, die schon länger nicht mehr aktualisiert wurden oder die gegen die immer mal wieder überarbeiteten Spielregeln verstoßen. Aktuell hat es dabei einen ganzen Schwung sogenannte "Gambling-Apps" erwischt, die Apple aus seinem chinesischen AppStore entfernt hat. Man begründete den Schritt damit, dass diese nach regionalen Gesetzen illegal und somit nicht im chinesischen AppStore erlaubt sein. Insgesamt waren von der Säuberungsaktion satte 25.000 Apps betroffen, die das Wall Street Journal berichtet.
"Gambling apps are illegal and not allowed on the App Store in China. We have already removed many apps and developers for trying to distribute illegal gambling apps on our App Store, and we are vigilant in our efforts to find these and stop them from being on the App Store."
Ein wenig schwammig mutet allerdings die Unterscheidung zwischen verifizierten Unternehmen und unabhängigen Entwicklern an. Während letztere keine Gambling-Apps mehr für den Store einreichen können, dürfen Unternehmen dies auch weiterhin tun. Wie dem auch sei, Apps, die es wirklich ausschließlich darauf anlegen, den Nutzer abzuzocken haben auch aus meiner Sicht nichts im AppStore zu suchen. Und damit viel Spaß mit den AppStore Perlen dieser Woche.
"[iOS] AppStore Perlen 34/18" vollständig lesen
Ich habe noch nie ein großes Geheimnis daraus gemacht, dass ich kein Freund von Apps bin, deren Monetarisierungsmodell ausschließlich auf In-App Käufen und In-App Abonnements basiert. Apple hingegen präferiert inzwischen vor allem letztere Variante, wohl nicht zuletzt auch deswegen, weil man inzwischen Opfer seiner eigenen Idee wurde, nämlich den Entwicklern freizustellen, zu welchem Preis sie ihre Apps vertreiben wollen. Die Folge war das "race to the bottom", welches dazu führte, dass heute kaum noch ein Nutzer bereit ist, mehr als € 5,- für eine App auszugeben. Dies nagt dann selbstverständlich auch an Apples 30%-Anteil an den Verkaufspreisen der Apps.
Auch aus diesem Grunde pusht man inzwischen verstärkt Abo-Modelle und nat sich hierzu offenbar auch im vergangenen Jahr mit 30 ausgewählten Entwicklern zu einem geschlossenen Meeting getroffen, wie Business Insider berichtet. Apple wies bei dieser Gelegenheit darauf hin, dass sich der App-Markt verändere und man den Entwicklern daher rate, eher auf Abo-Modelle, statt auf Einmalkäufe zu setzen. Um ihnen dies schmackhaft zu machen, hatte Apple das Vergütungsmodell für solche Apps bereits vor zwei Jahren umgestellt. Hierdurch behält Apple nur noch im ersten Jahr 30% des Erlöses für sich. Anschließend wird dieser Anteil auf nur noch 15% reduziert. Ich persönlich bleibe bei meiner ablehnden Haltung diesbezüglich, die Entwicklung halte ich damit aber sicher nicht auf. Und damit viel Spaß mit den AppStore Perlen dieser Woche.
"[iOS] AppStore Perlen 33/18" vollständig lesen
Vor allem in den Anfangsjahren stand Apples Zulassungs-Kontrolle zum AppStore immer mal wieder in der Kritik, da teilweise vollkommen sinn- und funktionsfreie Apps zugelassen, wirklich nützliche Tools aber mit teils hahnebüchenen Begründungen abgelehnt wurden. Aktuell sorgt weniger der AppStore als mehr iTunes in diesem Zusammenhang für Schlagzeilen, da Apple dort mehrere "Infowars"-Podcasts des US-amerikanischen Radiomoderators und Verschwörungstheoretikers Alex Jones entfernte. Als Begründung erklärte Apple, die Inhalte würden unter anderem Hasspredigten, Diffamierungen und Verunglimpfungen enthalten, was nicht im Einklang mit den Inhaltsrichtlinien für Podcasts stünde. Andere Plattformen, darunter YouTube, Facebook und Spotify folgten Apples Beispiel.
Interessanterweise ist jedoch nach wie vor die Infowars-App im AppStore erhältlich, was sich laut Apples Aussage gegenüber BuzzFeed News auch nicht ändern wird. Die App würde nicht gegen die AppStore-Richtlinien verstoßen. Dies erscheint umso überraschender, da über die App auf dieselben Inhalte zugegriffen werden kann, die man aus dem Podcast-Angebot in iTunes entfernt hatte. Als Grund vermutet Buzzfeed hier, dass die Inhalte nicht on-demand in der App bereitstehen, sondern live gestreamt werden, weswegen man Junes vermutlich "auf frischer Tat" während eines Livestreams erwischen muss, um die App aus dem Angebopt entfernen zu können. Und damit viel Spaß mit den AppStore Perlen dieser Woche.
"[iOS] AppStore Perlen 32/18" vollständig lesen
Apple hat unter der Woche mit einer Ankündigung die Blog- und AppStore-Szene in Aufruhr versetzt. So werden ab dem 01. Oktober sämtliche Mac- und iOS-Apps von Apples iTunes-Affiliateprogramm ausgeschlossen, was bedeutet, dass Webseiten und Blogs, die auf Apps im AppStore verlinken, künftig hierfür keine Zahlungen mehr erhalten. Bisher zahlte Apple 7% des Wertes einer über einen Affiliatelink gekauften App. Bereits im vergangenen Jahr gab es einen größeren Aufschrei, als Apple ankündigte, diesen Wert auf 2,5% zu senken. Letzten Endes blieb es damals bei 7% für Apps, allerdings senkte man die Zahlungen bei In-App Käufen auf 2,5%. Nun folgt also das komplette aus des Affiliate-Programms für Apps.
Apple begründet den Schritt mit dem Start des überarbeiteten AppStore unter iOS im vergangenen und unter macOS in diesem Jahr:
Thank you for participating in the affiliate program for apps. With the launch of the new App Store on both iOS and macOS and their increased methods of app discovery, we will be removing apps from the affiliate program. Starting on October 1st, 2018, commissions for iOS and Mac apps and in-app content will be removed from the program. All other content types (music, movies, books, and TV) remain in the affiliate program.
Die Ankündigung ist natürlich ein herber Schlag für Webseiten, die voll und ganz über Affiliatezahlungen für Apps finanziert werden, wie beispielsweise die Kollegen von TouchArcade, die bereits angekündigt haben, den Betrieb vermutlich einstellen zu müssen. Wie sich die Entwicklung auf meine AppStore Perlen auswirken wird, vermag ich aktuell noch nicht zu sagen, aber auch hier wird es sicherlich Veränderungen geben. Auch nach dem Wegfall des Affiliate-Programms für Apps wird Apple aber auch weiterhin Affiliatezahlungen für Musik, Filmer, Bücher und TV-Serien zahlen. Und damit viel Spaß mit den AppStore Perlen dieser Woche.
"[iOS] AppStore Perlen 31/18" vollständig lesen