Wie aus dem letzten Jahr gewohnt, gibt es auch in 2013 wieder einen kleinen Rückblick auf die hinter uns liegenden 12 Apple-Monate zwischen den Feiertagen. Somit verbleibt die Zeit auch ohne spannende Meldungen nicht ganz Apple-frei. Auch das Jahr 2013 hielt also mal wieder einige spannende, aber auch überraschende Momente in Sachen Apple parat. In vier Folgen werfe ich einen Blick zurück auf das, was die Apple-Welt im Jahr 2013 bewegt hat. Nach dem Rückblick auf die Zeiträume Januar bis März, April bis Juni und Juli bis September gibt es heute die wichtigsten News aus den Monaten Oktober bis Dezember.
Oktober
Der Monat begann gut für alle deutschen iCloud-Nutzer. Seit Anfang 2012 war es Apple als Resultat eines Rechtsstreits mit Motorola untersagt, hierzulande E-Mails aus iCloud via Push auf die Geräte der Nutzer zu schicken. Dieses Urteil wurde nun vom Oberlandesgericht Karlsruhe aufgehoben. Seither werden die Mails auch hierzulande auf Wunsch wieder per Push verschickt.
Nach dem iPhone-Event im September hielt der Oktober bereits die nächste Produktpräsentation bereit. Am 15. Oktober verschickte Apple die Einladungen für das Event mit dem Namen "We still have a lot to cover." Dabei sollten wenig überraschend die neuen iPads das Licht der Welt erblicken. Die Fragen die sich im Vorfeld stellten drehten sich in erster Linie darum, ob das iPad mini ein Retina Display erhalten würde und ob beide neuen iPads mit dem Touch ID Sensor ausgestattet würden. Bei letzterem deutete sich jedoch schon frühzeitig eine negative Tendenz an. Vorab zeigten sich bereits die Icons der neuen iLife- und iWork-Apps, deren Aktualisierung dann auch tatsächlich auf dem Event stattfand. Dies betraf sowohl die Mac- als auch die iOS-Versionen, die zudem künftig mit jedem verkauften Geraät aus der jeweiligen Produktkategorie kostenlos erhältlich sein werden.
Das Event hielt zunächst noch eine weitere Überraschung parat. So kündigte Apple die Verfügbarkeit von OS X Mavericks unmittelbar nach dem Event über den Mac AppStore an. Der Clou dabei ist, dass Apple ab sofort auch seine Mac-Betriebssystemupdates kostenlos verteilen wird. In Sachen Mac brachte Apple zudem noch ein neues MacBook Pro inkl. der neuen Haswell-Chips auf den Markt und kündigte die Verfügbarkeit des Mac Pro für den Dezember an.
Selbstverständlich waren die Stars des Event-Abends jedoch die neuen iPads. Das 9,7"-Modell erhielt dabei auch direkt einen neuen Namen und firmiert ab sofort unter "iPad Air" - eine Anspielung auf das gegenüber der Vorgänger-Generation deutlich reduzierte Gewicht und die verringerten Maße. Das neue Design nimmt deutliche Anleihen beim iPad mini und führt als neue Farbe das bereits vom iPhone 5s bekannte Spacegrau ein. Das iPad mini hingegen erhielt tatsächlich vor allem das von Vielen sehnlichst herbei gesehnte Retina Display. Beide Geräte setzen zudem auf den 64-Bit-fähigen A7-Chip. Den Touch ID Sensor sucht hingegen sowohl beim iPad Air, als auch beim iPad mini mit Retina Display vergeblich. Als Verkaufsstart für das iPad Air gab Apple den 01. November bekannt. Das iPad mini mit Retina Display sollte dann später im November folgen.
Neben den Updates für iLife, iWork, diverse weitere Apps und OS X Mavericks brachte Apple auch noch ein umfassendes Update auf Version 7.0.3 für iOS heraus, welches dann auch den mit Mavericks kompatiblen iCloud-Schlüsselbund beinhaltete.
Allen Besuchern meines Blogs, sei es über die Webseite, per Twitter, iOS-App, RSS-Feed oder meine Facebook-Seite, wünsche ich ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest mit vielen schönen Stunden im Kreise von Familie und Freunden, vielen schönen Geschenken und leckerem Essen. Lasst es euch gut gehen! Vielen Dank auch für die verschiedenen Weihnachtsgrüße, die mich von euch bereits auf unterschiedlichstem Wege erreicht haben! Ich habe mich sehr darüber gefreut! Erfahrungsgemäß gibt es zwischen den Feiertagen eher weniger über Apple-News zu berichten. Ich werde mich aber natürlich bemühen, trotzdem aktuell zu sein, sollte sich irgendetwas Interessantes ergeben. In diesem Sinne euch allen eine schöne Weihnachtszeit, in die ich euch mit Apples aktuellem Weihnachts-Spot schicken möchte, der uns alle daran erinnern sollte, dass man mit den Apple-Geräten nicht nur tolle Sachen machen kann, sondern sie (speziell an den Feiertagen) auch mal aus der Hand legen sollte, um die Stunden im Kreise unserer Liebsten zu genießen.
Durch seine Teilnahme an der (Product) RED Kampagne unterstützt Apple bereits seit einigen Jahren das RED-Projekt, welches unter anderem von U2-Frontman Bono initiiert wurde. Erst kürzlich wurde zugunsten dieses Projekts ein neuer Mac Pro in rot für eine knappe Million US$ versteigert, die komplett an den Global Fund, eine Organisation zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria vor allem in Afrika, gingen. Im September wurde über den offiziellen (Product)RED Twitter Account bekannt, dass der Beitrag, den Apple über dein Verkauf der roten Sondereditionen seiner Produkte beitrug, bislang $ 65 Millionen beträgt. Dies ist mit Abstand der höchste unter den teilnehmenden Unternehmen. Auch am heutigen Welt-AIDS-Tag zeigt sich Apple engagiert und demonstriert seine Verbundenheit mit dem Bono-Projekt. Wie schon in den vergangenen, erstrahlen auch heute wieder die leuchtenden Apple-Logos an zahlreichen Apple Retail Stores weltweit in rot statt dem gewohnten weiß. Und auch auf seiner Startseite im Internet macht Apple auf den Welt-AIDS-Tag aufmerksam und verlinkt auf die Product(RED) Webseite, wo ein Konzert zugunsten der Kampagne gestreamt wird. Das Ziel des Welt-AIDS-Tages ist es, das Bewusstsein für AIDS zu verbreiten und Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit bekannt zu machen. Das Bild unten zeigt das rote Apple Logo am Retail Store in der Londoner Regent Sreet. (via 9to5Mac)
Ich war in der Vergangenheit eigentlich kein großer Anhänger von irgendwelchen iPhone- und iPad-Gadgets. In den letzten Wochen hat sich jedoch ein Markt entwickelt, der durchaus die eine oder andere interessante Idee beinhaltet, weswegen ich mich entschlossen habe, die neue Kategorie "Gadget-Watch" einzuführen. Hoffentlich in Zukunft mit regelmäßigen Inhalten. Über die All-in-One-Karte "Coin" hatte ich bereits berichtet. Heute soll es um zwei weitere interessante Gadgets gehen, die bereits vorgestellt wurden und in Kürze auf den Markt kommen. So hat die Telekom per Pressemitteilung angekündigt, dass sie im Dezember zusammen mit dem Partner Medisana ein "intelligentes" Pflaster namens "Metria" auf den Markt bringen wird, welches sich gemeinsam mit dem iPhone nutzen lässt. Das Pflaster erfasst über verschiedene Sensoren ca. 20 sogenannte Vitalwerte, darunter die Körpertemperatur, Schlafzeiten, körperliche Aktivitäten oder Schrittzahlen und gibt diese an das iPhone weiter, wo sie über eine entsprechende App ausgewertet werden können. Auf Wunsch können die Daten auch im Internet abgelegt werden. Eine Akkuladung des Plasters soll ca. sieben Tage reichen. Es kann dabei durchgehend, auch während des Sports, des Schlafens oder des Duschens getragen werden. Hinsichtlich des Preises schreibt die Telekom über das ab Dezember verfügbare Gadget: "Der Kaufpreis wird im zweistelligen Euro-Bereich liegen und eine professionelle Beratung enthalten." Der Einsatz kann in einem von der Telekom veröffentlichten Video unter die Lupe genommen werden.
Mit dem gestern Abend veröffentlichten OS X Mavericks hat Apple auch eine neue Funktion für Safari 7 eingeführt. Öffnet man bestimmte Webseiten in diesem Browser lassen sich Push Notifications für neue Meldungen abonnieren. Natürlich nur dann, wenn die entsprechende Webseite dies anbietet. Hat man die Notifications einmal aktiviert, kann man weiterhin einen beliebigen Standard-Browser verwenden und auch ein Klick auf die Meldung öffnet die Webseite dann hierin. Nur für die erste Aktivierung ist Safari erforderlich. Konfiguriert werden die Notifications anschließend über den entsprechenden Bereich in den Systemeinstellungen des Macs. Bereits kurz vor dem gestrigen Event haben die New York Times und die NBA ihre Push Notifications für Safari online geschaltet. Es darf davon ausgegangen werden, dass in Kürze weitere Webseiten nachziehen. Auch ich plane die Funktion mit meinem Blog zu unterstützen, kann aber noch keinen Zeitrahmen nennen, wann ich dazu komme das Thema umzusetzen.
Bis ich soweit bin kann man sich jedoch mit einem bereits gestarteten Dienst behelfen, über den man jeden beliebigen RSS-Feed mit den Safari Notifications abonnieren kann. Der Dienst nenn sich Pronto Push und kann kostenlos genutzt werden. Öffnet man ihn unter OS X Mavericks in Safari und trägt dort eine beliebige Feed-URL (z.B. die meines Blogs) ein, informiert einen künftig das Mac-Betriebssystem sobald ein neuer Eintrag in dem Feed vorliegt.
Seit heute Morgen um 09:00 Uhr lässt sich im Apple Store oder bei verschiedenen Mobilfunkanbietern (so bei der Telekom, bei Vodafone und O2) das iPhone 5c vorbestellt werden. Aktuell gestaltet sich die Liefersituation offenbar einigermaßen entspannt, der große Ansturm auf das Gerät ist offenbar ausgeblieben. Somit stehen die Chancen gut, dass die Besteller ihr Gerät am kommenden Freitag auf dem Postwege zugestellt bekommen. Auf eine Vorbestellphase verzichtet hat Apple hingegen beim iPhone 5s, welches aber ebenfalls am 20. September in den Verkauf geht. An jenem Tag kann es dann entweder im Apple Online Store mit den entsprechenden Lieferzeiten bestellt oder in einem Retail Store direkt erworben werden. Per E-Mail hat Apple inzwischen entsprechende Uhrzeiten kommuniziert. Demnach lässt sich das iPhone 5s am 20. September im Apple Online Store ab 01:01 Uhr deutscher Zeit bestellen. Die Apple Retail Stores öffnen ihre Pforten an jenem Tag um 08:00 Uhr für den iPhone 5s-Verkauf.
Ja, die Überschrift gab es in ähnlicher Form gestern bereits. Über Nacht sind nun weitere Informationen zu genau diesem Thema aufgekommen. So hat die französische Webseite
MacBoutic nun erstmals angebliche Aufnahmen eines goldenen Gehäuses des iPhone 5S veröffentlicht. Gerüchte, wonach Apple eine solche Farbvariante zusätzlich zu den beiden bislang bekannten Versionen schwarz und weiß auf den Markt bringen werde, gibt es inzwischen bereits seit einiger Zeit. Auch einzelne Bauteile in der Farbe, wie beispielsweise der Träger für die SIM-Karte waren bereits auf Fotos zu sehen. Nun sieht man auch erstmals die komplette Rückseite. In mir weckt dies zunächst einmal eher Skepsis als eine Bestätigung. Der Grund hierfür ist, dass MacBoutic in der Vergangenheit noch nie als Quelle für derlei Informationen in Erscheinung getreten ist und der zeitliche Zusammenhang mit der gestrigen Meldung mir irgendwie komisch erscheint. Dennoch ist das Thema grundsätzlich nicht auszuschließen. Ich werde mich dazu in Kürze noch einmal mit einem Kommentar zu Wort melden.
Auch ein zweites gestern aufgekommenes Gerücht erfuhr kurz darauf eine wundersame "Bestätigung". So listet das Warenwirtschaftssystem des Media Markt aktuell ein "iPhone 5 128 GB schwarz". Merkwürdig ist allerine schon, dass es sich um ein iPhone 5 handeln soll. Allerdings fehlt dem Eintrag auch eine eindeutige Produktnummer. In Anbetracht der Tatsache, dass auch das iPad mini im vergangenen Jahr vorab an gleicher Stelle mit falschen Preisen und Speicheroptionen aufgetaucht war, kann davon ausgegangen werden, dass es sich lediglich um einen auf den Gerüchten basierenden Platzhalter handelt.
Hier mal wieder ein kleiner Beitrag zum Mitlesen für unsere amerikanischen Freunde. Es geht mal wieder um das leidige Thema dieser Tage: Die von Edward Snowden ins Rollen gebrachte Abhör-Affäre um die NSA. Einem aktuellen Bericht zufolge hat sich US-Präsident Barack Obama nun mit verschiedenen hochrangigen Vertretern aus der IT-Branche getroffen, darunter unter anderem Apple-CEO Tim Cook, AT&T-CEO Randall Stephenson und der Google Wissenschaftler Vint Cerf. Zumindest Apple und Google waren im Zusammenhang mit einem offenbar für die Regierung eingerichteten Hintertürzugang zu ihren Servern im Rahmen des Überwachungsprogramms PRISM in die Schusslinie geraten. Während sich niemand offiziell zu dem Treffen äußern wollte, soll es inoffiziellen Quellen zufolge dabei vor allem um eine bessere Balance zwischen einer notwendigen und sicherheitsdienlichen Überwachung und der Privatsphäre der Nutzer gegangen sein. Apple und Google gehörten zu den unterzeichnenden Unternehmen, die genau dies erst kürzlich von Präsident Obama gefordert hatten. Nähere Details zu dem Treffen wurden allerdings nicht bekannt.
Unterdessen gibt es zwei interessante Reaktionen auf die Affäre zu beobachten. In Deutschland haben sich aktuell die Telekom, GMX und Web.de zusammengeschlossen und die Initiative "E-Mail made in Germany" ins Leben gerufen. Kern der Initiative ist dabei das künftig die Kommunikation zwischen den Nutzern und den Rechenzentren der beteiligten Unternehmen SSL- bzw. TLS-verschlüsselt abläuft. Bevor hierüber aber allzu großer Jubel ausbricht, sei angemerkt, dass durch die keineswegs neue, nun aber ENDLICH von den Anbietern genutzte Technologie lediglich die Übertragung, nicht jedoch die E-Mail selbst verschlüsselt wird. Dies bedeutet im Klartext, dass die E-Mails bei den Anbietern nach wie vor in unverschlüsselter Form gespeichert werden. Vor einem Zugriff durch Behörden schützt die Initiative daher in keinem Fall. Letzten Endes ist sie daher nichts weiter als eine reine PR-Maßnahme, die bei genauer Betrachtung eher ein Armutszeugnis ist. Bedenkt man, dass man sich nun damit brüstet, im Jahr 2013 auf die revolutionäre Idee zu kommen, das bereits erstmals im Jahr 1994 entwickelte SSL/TLS für die Datenübertragung einzusetzen.
Eine wirklich sichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (Verschlüsselung der E-Mail beim Absender und anschließende Entschlüsselung erst wieder beim Empfänger) setzte unterdessen der wohl von Edward Snowden in seiner Zeit auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo genutzte private E-Mail-Dienst Lavabit ein. Ein Schelm mag böses dabei denken, dass man dort nun den Betrieb mit sofortiger Wirkung eingestellt hat. In einer auf der Startseite des Dienstes veröffentlichten und absolut lesenswerten Stellungnahme heißt es lediglich, dass der private Betreiber nicht in der Lage sei, über die Gründe für das Aus seines Dienstes zu sprechen. Man kann jedoch herauslesen, dass dieses unmittelbar mit den aktuellen Vorgängen rund um Edward Snowden zu tun hat. Ich persönlich zolle Ladar Levison allergrößten Respekt für seine Entscheidung, lieber den von ihm über zehn Jahre aufgebauten Dienst einzustellen, als gegen seine Überzeugung zu handeln und der US-Regierung Zugriff auf seine Daten zu geben.