Sechs Beta-Versionen hat die neue Gruppen-Videotelefonie-Funktion von FaceTime in iOS 12 überdauert, in der siebten Version wurde sie nun wieder entfernt. Und nicht nur das, Apple hat auch gleich noch in den Releasenotes bekanntgegeben, dass die neue Funktion nicht mit den ersten Versionen von iOS 12 und macOS Mojave im September ausgeliefert, sondern später per Softwareupdate nachgereicht wird. Damit schafft es bereits die erste der auf der WWDC prominent angekündigten neuen Funktionen nicht in die ersten Versionen der neuen Betriebssysteme. Wir erinnern uns zurück: Auch im vergangenen Jahr konnte Apple die selbstgesteckten Ziele teilweise nicht erreichen und musste angekündigte Funktionen wie Apple Pay Cash, Messages in iCloud und AirPlay 2 um teils mehrere Monate verschieben.
Group FaceTime has been removed from the initial release of iOS 12 and will ship in a future software update later this fall.
Im Endeffekt ist dies zwar ärgerlich, allerdings sollte sich der Endnutzer nicht allzu sehr grämen. Eine fehlerhafte Funktion hilft schließlich auch niemandem weiter, weswegen es als eher positiv zu bewerten ist, dass Apple sie verschiebt, bis sie auch wirklich fehlerfrei funktioniert. Ist dies der Fall, können mit der neuen Gruppen-Telefonie bis zu 32 Personen per FaceTime Audio oder FaceTime Video miteinander kommuinizieren.
Wie gewohnt steht im Herbst der nächste "große" Updatezyklus bei Apple auf dem Programm, bei dem alle vier der hauseigenen Betriebssysteme auf eine neue Versionsnummer springen. Die zugehörige Betaphase, die Apple auf der diesjährigen WWDC begonnen hat, wird dabei heute fortgesetzt. So stehen inzwischen die siebten Vorabversionen von iOS 12, macOS 10.14 Mojave, tvOS 12 und watchOS 5 für registrierte Entwickler zum Download bereit. In den letzten Vorabversion von iOS 12 hat Apple bereits diverse der am Anfang noch vorhandenen Probleme mit dem AppStore, dem GPS-Signal und der allgemeinen Stabilität behoben. Auch die restlichen Probleme werden bis zur finalen Veröffentlichung von Apple Schritt für Schritt behoben.
Die sogenannten Developer Previews können ab sofort aus Apples Developer Center bzw. bei installiertem Beta-Zertifikat OTA geladen werden. Teilnehmer am Public Beta Programm sollten dann im Lauf der Woche ebenfalls Zugriff auf die Previews erhalten.
Die neue Woche beginnt mit guten Nachrichten für alle Schnäppchenjäger: Es gibt wieder vergünstigte iTunes-Geschenkkarten. So sind es ab heute die Filialen der Supermarktkette REWE, die die Karten mit einem Zusatzguthaben in Höhe von 15% auf den regulären Kartenwert anbieten. Dies gilt pauschal für alle Karten im Wert von € 25,-, € 50,- und € 100,-. Aber Achtung: Die Aktion gilt nur bis Samstag, den 18. August 2018, bzw. solange der Vorrat reicht. Die Anzahl der Karten pro Kauf ist anscheinend nicht begrenzt. Man sollte also im Zweifel schnell sein, um noch rechtzeitig zuschlagen zu können. Schließlich haben die Karten ja kein Verfallsdatum. Der aufgedruckte Wert der Karten und das Zusatz-Guthaben können sowohl für Musik, als auch für Fernsehserien, Filme und Einkäufe im Mac- und iOS-AppStore genutzt werden. (mit Dank an alle Tippgeber!)
Achtung: Leider kann ich die Hinweise auf die günstigen iTunes-Karten nicht in jedem einzelnen Fall überprüfen. Checkt daher bitte vorher noch einmal ab, ob die jeweilige Filliale den Rabatt auch tatsächlich gewährt!
Im Herbst, mit der Veröffentlichung von tvOS 12, wird Apple das Apple TV noch einmal deutlich aufwerten. Dann nämlich wird die kleine schwarze Set-Top Box auch den aktuellen Gold-Standard in Sachen Audioqualität, Dolby Atmos unterstützen. Im selben Zuge aktualisiert Apple dann selbstverständlich auch sein Film-Angebot im iTunes Store und bietet dort entsprechend Filme mit dieser Tonspur an. Wer ab kommenden Monat in diesen Genuss kommen möchte, der kann heute beim Kauf eines Apple TV 4K kräftig sparen. So bietet Gravis das Gerät heute im Rahmen seiner Sonntags-Angebote für nur € 179.90 statt regulär € 198,90 an. Der folgende Link führt direkt zum Angebot: Apple TV 4K bei Gravis
Nach wie vor großer Beliebtheit erfreut sich auch das letzte verbliebene iPhone mit 4"-Display, das iPhone SE. Möchte man sich hiervon noch ein Exemplar sichern, kann man aktuell by Cyberport zuschlagen, wo man das Gerät im Rahmen der aktuellen Cyberdeals für nur € 279,- statt € 409,- erwerben kann. Hier bringt einen der folgende Link ans Ziel: Apple iPhone SE 32 GB bei Cyberport
In interessantes Detail in Sachen AppStore-Zugangsprüfung lässt sich einem aktuellen Statement Apples gegenüber dem US-amerikanischen Energie- und Wirtschaftsausschuss entnehmen, der nicht nur den iPhone-Hersteller, sondern auch Google kürzlich aufforderte, sich zum Datenschutz und der Funktion ihrer jeweiligen Sprachassistenten zu äußern. Dabei sollte unter anderem geklärt werden, wann und wie Siri und der Google Assistant dem Nutzer lauschen, was dabei aufgezeichnet, was an die Server der Dienstleister übertragen und was eventuell an Dritte weitergegeben wird.
Apple reagierte hierauf mit einem ausführlichen Antwortschreiben, in dem man auf 19 Seiten den Fragenkatalog des Ausschusses beantwortete. Dieses Schreiben kann öffentlicht bei Scribd eingesehen werden. Während man darin in Sachen Siri allerdings wenige neue Erkenntnisse findet, hat die Washington Post einen durchaus interessanten Absatz in dem Schreiben entdeckt, in dem es um die App-Einreichungen für den AppStore, den Reviewprozess und die Ablehnungen geht. Die aus meiner Sicht überraschende Erkenntnis: Von den über 100.000 App-Einreichungen pro Woche lehnt Apple über ein Drittel, nämlich ca. 36.000 aufgrund von Verstößen gegen die AppStore-Richtlinien ab:
"The App Review team reviews more than 100,000 submissions per week, and reject approximately 36,000 of those submissions,"
Auch ich musste dies mit meinen Apps bereits das eine oder andere Mal feststellen, wurde jedoch von Apple jedes Mal plausibel auf die Gründe hingewiesen und kam anschließend nach einer entsprechenden Anpassung mit einer Neueinreichung durch.
Wenn Apple im kommenden Monat iOS 12 auf den Markt bringt, dürften sich darin erneut einige neue Emojis verstecken. Der komplett neue Wurf kommt dann mit Version 12 der Emoji-Sammlung des Unicode-Konsortiums im Frühjahr 2019 und es darf davon ausgegangen werden, dass Apple die neuen Bildchen dann auch kurzfristig über ein iOS-Update auf die iPhones dieser Welt bringen wird. Darin enthalten sein werden dann unter anderem Emojis von händchenhaltenden Menschen-Paaren, die es dank unterschiedlicher Geschlechter und Hautfarben in 55 verschiedenen Varianten geben wird. Zudem wird es auch neue Emojis geben, die sich an Menschen mit Behinderungen richten, wie beispielsweise einen Blindenhund, Hörgeräte oder Rollstühle. Vor allem Apple hatte in der Vergangenheit immer wieder Vorschläge in diese Richtung eingereicht.

Während sich die Emojis auch weiterhin extrem hoher Beliebtheit erfreuen, stellt sich mir die Frage, ob das stetige Hinzufügen von neuen Bildchen nicht swo langsam auf Kosten der Übersichtlichkeit geht. Ich für meinen Teil suche mir inzwischen hin und wieder einen Wolf wenn ich mal ein bestimmtes Emoji brauche. Eine komplette Liste der aktuell vorgeschlagenen Emojis für 2019 kann auf Emojipedia eingesehen werden.

Erst in der vergangenen Woche hatte Apple neue handkuratierte Playlisten auf Apple Musioc eingeführt, in denen sich Songs wiederfinden, die von den Personen gehört werden, mit denen man auf dem Streamingdienst verbunden ist. Nun legt Apple noch einmal nach und kooperiert mit dem Klassik-Label Deutsche Grammophon, um den Nutzern kuratierte klassische Musik zur Verfügung zu stellen. Unter anderem findet man dabei Playlisten zu bestimmten Komponisten, Radiostationen und sogar Alben kompletter Opern in voller Länge. Die Deutsche Grammophon ist das größte Label für klassische Musik der Welt und verfügt über eine entsprechende Kompetenz in diesem Genre (via MacRumors).

Nach Aussage der Deutsche Grammophon soll der sogenannte "Deutsche Grammophon Room" in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden. Für Fans von klassische Musik dürften vor allem die audiovisuellen Inhalte interessant sein. Unter anderen hat man in der Sektion bereits Zugriff auf die Darbietung von "Romeo und Julia" aus der Feder von Charles-François Gounod, die auf dem Salzburg Music and Drama Festival. im Jahr 2008 uraufgeführt wurde. Das zugehörige Album umfasst 32 Tracks, die am Stück abgespielt über zweieinhalb Stunden laufen.
Vor allem in den Anfangsjahren stand Apples Zulassungs-Kontrolle zum AppStore immer mal wieder in der Kritik, da teilweise vollkommen sinn- und funktionsfreie Apps zugelassen, wirklich nützliche Tools aber mit teils hahnebüchenen Begründungen abgelehnt wurden. Aktuell sorgt weniger der AppStore als mehr iTunes in diesem Zusammenhang für Schlagzeilen, da Apple dort mehrere "Infowars"-Podcasts des US-amerikanischen Radiomoderators und Verschwörungstheoretikers Alex Jones entfernte. Als Begründung erklärte Apple, die Inhalte würden unter anderem Hasspredigten, Diffamierungen und Verunglimpfungen enthalten, was nicht im Einklang mit den Inhaltsrichtlinien für Podcasts stünde. Andere Plattformen, darunter YouTube, Facebook und Spotify folgten Apples Beispiel.
Interessanterweise ist jedoch nach wie vor die Infowars-App im AppStore erhältlich, was sich laut Apples Aussage gegenüber BuzzFeed News auch nicht ändern wird. Die App würde nicht gegen die AppStore-Richtlinien verstoßen. Dies erscheint umso überraschender, da über die App auf dieselben Inhalte zugegriffen werden kann, die man aus dem Podcast-Angebot in iTunes entfernt hatte. Als Grund vermutet Buzzfeed hier, dass die Inhalte nicht on-demand in der App bereitstehen, sondern live gestreamt werden, weswegen man Junes vermutlich "auf frischer Tat" während eines Livestreams erwischen muss, um die App aus dem Angebopt entfernen zu können. Und damit viel Spaß mit den AppStore Perlen dieser Woche.
"[iOS] AppStore Perlen 32/18" vollständig lesen