Skip to content

Personal: Apple holt Datenschutz- und verliert Auto-Experten

In Apples Personalabteilung gab es in den vergangenen Stunden zwei interessante Entwicklungen. So hat sich das Unternehmen einem Bericht der Financial Times zufolge die Dienste von Sandy Parakilas gesichert. Dieser war bis vor einigen Jahren bei Facebook für die Überwachung der Einhaltung von Richtlinien zu Privatsphäre und Datenschutz  verantwortlich. Er verließ das Unternehmen, da seine eigenen Vorstellungen um Umgang mit den Nutzerdaten nicht mit denen von Facebook vereinbar waren und entwickelte sich seither zu einem großen Kritiker des sozialen Netzwerks in diesem Bereich. Anfang vergangenen Jahres sagte er sogar vor Gericht wegen des Cambridge-Analytica-Skandals gegen Facebook aus. Im Anschluss an seine Tätigkeit bei Facebook arbeitete Parakilas unter anderem für den Fahrdienst Uber. Sein genaues Aufgabengebiet bei Apple ist aktuell unklar, seine Position lautet jedoch erneut "Privacy Product Manager".

Auf der anderen Seite verliert Apple einen wichtigen Mitarbeiter aus seinem Project Titan, in dem man an Systmen für autonom fahrende Autos arbeitet. In diesem Projekt war bislang auch Alexander Hitzinger in führender Position tätig, der das Unternehmen nun in Richtung Volkswagen verlässt, wie Reuters berichtet. Vor seiner Arbeit bei Apple arbeitete Hitzinger unter anderem auch in verschiedenen Positionen bei Porsche. Welche Ausrichtung Apple seinem Project Titan aktuell gegeben hat, ist unklar. zunächst sollte wohl ein vollwertiges selbstfahrendes Auto entwickelt werden, anschließend hat man die Ambitionen eher in Richtung Softwaresysteme für andere Hersteller verschoben.

Apple bedankt sich mit Plakette bei koreanischer Polizei für ihren Kampf gegen Plagiate

Nachgemachte und dadurch vor allem billige Apple- und Zubehörprodukte aus Fernost sind für die jeweiligen Hersteller nicht nur ärgerlich, sondern können für den Anwender sogar gefährlich werden, was vor allem auf Netzteile und Kabel zutrifft. Auch aus diesem Grunde geht Apple inzwischen verstärkt gegen solche Plagiate vor. Hierzu hat man in den vergangenen Monaten eng mit der koreanischen Polizei zusammengearbeitet und dadurch dafür gesorgt, dass Produkte im Wert von umgerechnet 892.000 US-Dollar aus dem Verkehr gezogen wurden. Der koreanischen Polizei gelang der große Schlag, als die Produkte aus China eingeführt werden sollten. Die betroffenen Personen befinden sich inzwischen in Haft und warten auf ihre Urteile.

Wie der Korea Herald berichtet, wird Apple sich bei der Polizei in Form einer speziellen Plakette bedanken, die am kommenden Freitag von Apples Head of Anti-Counterfeiting Operations in China übergeben werden soll.

Inklusive Beta-Phase: TomTom bereitet CarPlay-Integration für seine iOS-App vor

Nachdem sich der Navi-Anbieter Sygic zwar nach dem Rückzug von NAVIGON erfolgreich als mögliche Alternative positioniert hatte, sammelte man zuletzt eher Minuspunkte, indem man sich bei der Integration der lange angekündigten CarPlay-Unterstützung nicht allzu geschickt anstellte. Immerhin steht sie nun aber, wenn auch kostenpflichtig, zur Verfügung. Dies wird demnächst auch beim Konkurrenten TomTom der Fall sein. Dieser sucht aktuell nämlich nach Beta-Testern für die CarPlay-Integration in seiner per In-App Abo finanzierten TomTom Go-App (kostenlos im AppStore). Wer interesse hieran hat, kann sich ab sofort online online bewerben.

Neue Außenbreich-Beleuchtung aus der Philips Hue Reihe ab sofort vorbestellbar

Die smarten Beleuchtungslösungen aus der Philips Hue Reihe gehören mit zu den beliebtesten Produkten wenn es um das Thema Smart Home geht. Dies gilt erst Recht, seit sich die Lampen auch in Apples HomeKit-Plattform eingegliedert haben und sich seither beispielsweise auch per Sprachbefehl über Siri steuern lassen. Auf der aktuell in Las Vegas stattfindenden CES hat Philips nun die neuesten Mitglieder seiner Hue-Familie vorgestellt, die vor allem für den Außenbereich gemacht sind. Mit dabei ist alles von Flutlichtern, über Weg-, Sockel- und Wandleuchten bis hin zu farbigen Rundumlampen. Inzwischen lassen sich die neuen Hue-Lampen auch bei Amazon vorbestellen. Im Anschluss dazu eine kleine Schnellübersicht:

Tim Cook äußert sich in CNBC-Interview zu iPhone-Zahlen, Apples Beitrag zur Gesundheit und mehr

Wie bereits gestern Abend berichtet, hat sich Apple CEO Tim Cook erstmals nach der Korrektur der Umsatzerwartung in einem Fernsehinterview zu Wort gemeldet und dabei verschiedene interessante Aussagen getroffen. Auf die Frage, ob das iPhone XR ein Flop sei, widersprach Cook vehement und wiederholte, dass das Gerät das sich am besten verkaufende iPhone seit seiner Markteinführung sei. Er ging sogar soweit, die entsprechenden Meldungen als "Blödsinn" zu bezeichnen. Bei so gut wie allen Apple-Produkten gäbe es Misgungst und Pessimisten, die derartige Meinungen vertreten, weswegen dies auch beim iPhone XR normal sei. Allerdings merkte Cook auch an, dass er gerne mehr Geräte verkaufen würde und sein Unternehmen daran arbeite. Apple vertrete auch weiterhin eine langfristige Sicht auf den Erfolg und fokussiere sich auch weiterhin auf eine Vergrößerung der Installationsbasis, eine hohe Kundenzufriedenheit und die stark wachsende Dienste-Sparte.

Erneut stand auch China im Fokus von Cooks Begründungen. Demnach schwächele derzeit die gesamte Ökonomie in China, was nicht nur Apple, sondern auch verschiedene Mitbewerber betreffe. Der Handelsstreit zwischen den USA und China würde diesen Effekt aber im Falle Apples weiter verschärfen. Die Tatsache das Nutzer wegen des vergünstigten Akkutauschprogramms ein wenig länger warten, ehe sie auf ein neues iPhone upgraden, beunruhige Cook nicht wirklich. An dieser Stelle sei Apple, wie oben erwähnt, die Kundenzufriedenheit wichtiger. Apple werde aber auch weiterhin Anreize bieten, um Nutzern ein Upgrade schmackhaft zu machen. Apple werde laut Cook auch weiterhin nicht die günstigsten Produkte machen, aber die besten.

Auch an anderer Stelle werde Apple künftig einen immer wichtiger werdenden Beitrag leisten. So sieht Cook den Bereich Gesundheit und Fitness als einen neuen Kernbereich Apples, in den  man auch künftig kräftig investieren werde. Cook nannte den Beitrag, den Apple hier leiste sogar als "Apple's greatest contribution to mankind" und verwies dabei unter anderem auf die beiden Frameworks Research Kit und CareKit, die in der Pflege und der Forschung bereits wichtige Unterstützung bieten. Gerade auch die Apple Watch spiele dabei eine wichtige Rolle. Aus wirtschaftlicher Sicht sorgt die Wearables-Sparte inzwischen für 50% mehr Umsatz als der iPod zu seinen besten Zeiten.

Auch der anhaltende Rechtsstreit mit dem ehemaligen Chip-Zulieferer Qualcomm wurde während des Interviews kurz thematisiert. Cook wies die Meldungen, wonach sich die beiden Unternehmen in Gesprächen zur Beilegung des Streits befänden zurück. Man habe seit dem dritten Quartal vergangenen Jahres nicht mehr mit Qualcomm gesprochen und werde dies auch nicht mehr tun. Ebenso wenig werde man sich aufgrund der aktuellen Verkaufsverbote für das iPhone in Deutschland und China mit Qualcomm an einen Tisch setzen. Stattdessen werden Gerichte eine Entscheidung herbeiführen müssen.

Abschließend stellte Tim Cook auch einen neuen Dienst Apples für das laufende Jahr in Aussicht. Ohne dabei zu sehr ins Detail zu gehen, darf davon ausgegangen werden, dass es sich hierbei um den neuen TV-Streamingdienst handeln wird, den man zuletzt bereits deutlich vorbereitete.

"On services, you will see us announce new services this year. There will more things coming. I don’t wanna tell you about what they are and I’m not gonna forecast precisely, the ramps and so forth. But they’re things that we feel really great about, that we’ve been working on for multiple years."

Apple fährt iPhone-Produktion angeblich um 10% zurück

Apple reagiert auf die geringer als erwartete Nachfrage nach seiner aktuellen iPhone-Generation und reduziert weiter die Produktionszahlen bei seinen Fertigungspartnern in Fernost. Wie Nikkei berichtet, hat das Unternehmen seinen Zulieferern mitgeteilt, dass die Stückzahlen in den kommenden drei Monaten um 10% reduziert werden. Damit hätte Apple die Produktion bereits zum zweiten Mal zurückgefahren. Die Entschidung soll kurz vor der Korrektur der Umsatzerwartung in der vergangenen Woche gefällt worden sein und sämtliche aktuellen Modelle, also das iPhone XS, iPhone XS Max und iPhone XR betreffen.

Apple CEO Tim Cook hatte in dem vergangene Woche veröffentlichten offenen Brief vor allem schlechte iPhone-Verkäufe in China, das günstige Akkutusch-Programm im vergangenen Jahr und den andauernden Handelsstreit zwischen China und den USA für den erwarteten Umsatzrückgang verantwortlich gemacht.

Apple terminiert alljährliches Aktionärstreffen auf den 01. März

Apples alljährliches Aktionärstreffen wird in diesem Jahr am 01. März ab 09:00 Uhr im Steve Jobs Theater am Apple Park stattfinden. Die Location nutzt Apple seit dem vergangenen Jahr und da die Plätze dort begrenzt sind, müssen sich interessierte Aktionäre ab Anfang Februar auf Proxyvote.com registrieren. Die Plätze werden dann nach dem Prinzip "First-Come, First-Served" vergeben. Teilnehmen können alle registrierten Aktionäre zum Stichtag 02. Januar. Das Treffen dürfte in diesem Jahr vor allem aufgrund der kürzlich erfolgten Korrektur der Umsatzerwartung interessant werden.

Apple CEO Tim Cook im Interview zu Apples Korrektur der eigenen Umsatzerwartung

Apples Korrektur der eigenen Umsatzerwartung für das vergangene Quartal bestimmt ohne Zweifel den Auftakt des Apple-Jahres 2019. Nun hat sich CEO Tim Cook erstmals seit der Veröffentlichung seines offenen Briefs zu dem Thema in einem Interview mit CNBC zu Wort gemeldet und versucht, die Wogen ein wenig zu glätten. Cook sieht vor allem Apples nach wie vor extrem starkes Ökosystem, bestehend aus der Hardware und der perfekt integrierten Software und Dienste als unterschätzt an. Ein Phänomen, welches er in den vergangenen Jahre immer wieder mal gesehen habe.

"I'm not defensive on it. This is America and you can say what you want. But ... my honest opinion is that there is a culture of innovation in Apple and that culture of innovation combined with these incredible, loyal customers, happy customers, this ecosystem, this virtuous ecosystem, is something that is probably underappreciated."

Cook zeigte sich nicht überrascht, dass die Apple-Aktie nach der Korrektur der eigenen Umsatzerwartung einbrach. Dies sei bei dem aktuellen Markt, der sehr emotional sei, absolut normal. Dementsprechend beunruhigt ihn die Situation nach eigener Aussage auch nicht, da sich Apple eher auf die langfristige Entwicklung fokussiere. Und die Perspektive sei dem CEO zufolge niemals besser gewesen. Man habe eine herausragende Produktpipeline in der Schublade und das Ökosystem sei besser als je zuvor.

Selbstverständlich stecken in den Aussagen Tim Cooks jede Menge Floskeln, die man auch aus den vergangenen Jahren kennt. Nun fallen sie jedoch erstmals in einer Situation, in der Apple den eigenen Erwartungen hinterherhinkt. In einer Situation, die man so offenbar nicht hat kommen sehen und dementsprechend unterschätzt hat. Insofern wird es in den kommenden 12 Monate spannender als jemals zuvor zu sehen, ob Apple den Trend aufhalten und den eigenen Ansprüchen wieder gerecht werden kann.